Peters

6. Angela Merkels Besuch im NLP am 7. Juli 1997

Drei Tage vor der Parlamentsdebatte hatte Angela Merkel den NLP besucht. Merkel war damals Bundesumweltministerin und hatte bewusst eine Einladung des Bund Naturschutzes angenommen, der bei den NLP-Gegnern verhasst ist.

Merkel trifft sich mit NLP-Chef Bibelriether und tritt demonstrativ gemeinsam mit ihm vor die Kameras der Presse. Peters dagegen erwähnt Bibelriether in ihrer Rede nicht ein einziges Mal. Merkel wandert mit ihm über den Seelensteig und informiert sich über die Borkenkäfersituation. Im Gegensatz zu Peters ist Merkel „sehr beeindruckt über die Naturverjüngung“ und will sich „finanziell an einem Film beteiligen, der im Zeitraffer die Entstehung junger Fichten aus von Borkenkäfer befallenen Bäumen zeigt.“

Und im Gegensatz zu Peters scheut Merkel sich nicht, Klartext zu reden und den NLP-Gegnern offen zu sagen, dass sie Unrecht haben:

„Wir müssen wieder lernen, die Eigendynamik der Natur anzuerkennen. […] Die Leute machen sich ein falsches Bild über die momentane Situation. Was in unseren Wäldern geschieht, muss als Erlebnis verkauft und nicht negativ vermarktet werden. Ein Film über diesen natürlichen Prozess des Sterbens und Entstehens wäre besonders sinnvoll, um über die wahren Gegebenheiten aufzuklären.“1

 

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  1. Merkel: „Wir müssen wieder lernen, die Eigendynamik der Natur anzuerkennen“, Passauer Neue Presse vom 9. Juli 1997, Hervorhebungen von mir []