FSC erlaubt Kahlschläge im Nationalpark Eifel

Stellungnahme des FSC zur plusminus-Sendung vom 8.1.2014

Am 8. Januar 2014 hat das ARD-Wirtschaftsmagazin Plusminus einen Beitrag von Alexa Höber zu den Kahlschlägen am Wüstebach gesendet: “Kahlschlag im Naturschutzgebiet”. Zwei Tage nach Ausstrahlung der Sendung hat der FSC auf seiner Homepage eine Stellungnahme zur Plusminus-Sendung veröffentlicht: Stellungnahme: FSC im Nationalpark Eifel. Denn: Die Sendung hat „bei vielen Menschen und auch Freundinnen und Freunden des FSC Fragen aufgeworfen“.

Die Stellungnahme des FSC folgt bis ins Detail den Aussagen, die man auf der Homepage des LIFE+-Projekts „Wald-Wasser-Wildnis“ nachlesen kann. Peter Wohlleben und ich habe diese Aussagen bereits ausführlich kritisiert: Peter Wohlleben zum Kahlschlag und  Kahlschläge am Wüstebach.

Einzige Überraschung für mich war die Behauptung, dass der Kahlschlag mit „Naturschutzverbänden“ bzw. „Mitarbeitern anerkannter Naturschutzverbände“ „abgestimmt“ worden sei. Dr. Geert Runhaar (siehe das Interview in der WDR-Lokalzeit und Volker Hoffmann, zwei führende Vertreter des BUND in der Eifel, haben erst durch mich von den Kahlschlägen erfahren. Und Holger Sticht, Landesvorsitzender des BUND in NRW, kritisiert seit Jahren sogar den Buchenvoranbau, der am Ende des Fernsehbeitrags gezeigt wird.

Um die Namen der Naturschutzverbände und deren Mitarbeiter zu erfahren, mit denen die Kahlschläge „abgestimmt“ worden sind, habe ich dem FSC am 11. Januar 2014 einen Brief geschrieben.

 

Anfrage beim FSC zur angeblichen Zustimmung von Naturschutzverbänden zum Kahlschlag

FSC Arbeitsgruppe Deutschland e.V.
Postfach 5810
79026 Freiburg

Frage zu Ihrer Stellungnahme vom 10.10.2014 zum plusminus-Fernsehbeitrag

Sehr geehrte Damen und Herren,

in Ihrer Stellungnahme zu den Vorwürfen des plusminus-Fernsehbeitrags behaupten Sie, die Kahlschläge seien mit „Naturschutzverbänden“ bzw. „Mitarbeitern von Naturschutzverbänden“ „abgestimmt“ worden. Diese Aussage hat mich überrascht, kenne ich doch allein drei prominente Vertreter des BUND-NRW (Dr. Geert Runhaar, Volker Hoffmann und Holger Sticht), mit denen diese Kahlschläge nicht abgestimmt worden sind. Dass Greenpeace den Kahlschlägen zugestimmt haben soll, halte ich für völlig ausgeschlossen. Bleibt eigentlich nur der NABU. Aber auch da habe ich meine Zweifel.

Ich bitte Sie, mir die Namen der betreffenden Naturschutzverbände und deren Mitarbeiter zu nennen, mit denen die Kahlschläge „abgestimmt“ worden sind. Ich bitte nur um Namen solcher Mitarbeiter, die nicht gleichzeitig Angestellte einer Biologischen Station sind oder von diesen Aufträge erhalten.

In hoffe auf eine zeitnahe Antwort. Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen

 

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