Lödermann

Epilog

Riesenkahlschlag am Lackenberg

2009 wird der Lackenberg1 kahlgeschlagen. Christian Sebald von der Süddeutschen Zeitung schreibt:

„Der Lackenberg sieht aus wie eine Großbaustelle. Vom einstigen Bergwald sind nur graue Baumstümpfe übrig geblieben. Die Hänge sind zerwühlt, als wären Panzer über sie hinweggerollt. Auf gut 100 Hektar Fläche […] sind Waldarbeiter dem Borkenkäfer mit Harvestern, Forwardern, Seilzügen, Baggern und anderem schweren Gerät auf den Leib gerückt. Selbst die Forststraßen sind ramponiert. Im Stundentakt sind Sattelschlepper über sie gebrettert und haben die Baumstämme weggeschafft. 110.000 Festmeter Holz haben Nationalpark-Chef Karl Friedrich Sinner und seine Leute dieses Jahr am Lackenberg einschlagen lassen.“2

Der oben erwähnte Passauer Landtagsabgeordnete Eike Hallitzky von den Grünen ist entsetzt und kritisiert:

„Das massive Abräumen von Käferbäumen schadet dem Nationalpark mehr als es ihm nützt.“3

NLP-Chef Sinner und Umweltminister Söder werden Hallitzky sicherlich daran erinnert haben, dass die Grünen 1997 für die Borkenkäferbekämpfung gestimmt haben.

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  1. siehe Riesenkahlschlag am Lackenberg []
  2. Christian Sebald, Der Kampf um die Fichten, Süddeutsche Zeitung vom 24. Oktober 2009 []
  3. ebd. []