Der FSC und die Verkehrssicherung am Wolfsschluchtweg

Chronologie der Ereignisse

28. Juni 2018

Das Drama beginnt am 4. Tag des Überwachungsaudits des Jahres 2018 bei Wald und Holz NRW. Schauplatz ist das Kaiser-Wilhelm-Denkmal bei Porta Westfalica.1siehe Audit-Bericht 2018, S. 8 Mit von der Partie sind:

  • Herr Hansknecht, der FSC-Verantwortliche bei Wald und Holz NRW,
  • Herr Kreienmeier, der Leiter der Abteilung Bewirtschaftung des Staatswaldes im Regionalforstamt (RFA) Hochstift,
  • Herr Büscher, der Leiter des Forstbetriebsbezirks (FBB) Porta Westfalica im RFA Hochstift und
  • Herr Opitz, der leitende Auditor der GFA.

Es geht um das Wildnisgebiet (WG) „Wälder bei Porta Westfalica (WG-MIN-0005)“ im FFH-Gebiet „Wälder von Porta Westfalica (DE-3719-301)“. Die 4 Anwesenden besprechen ein  „Gutachten über den Baumbestand entlang des Wolfsschluchtweges2siehe Der Urwald vor den Toren der Stadt Porta Westfalica – Anfahrt und Wanderweg und des Zick-Zack-Weges am Wittekindsberg“. Im Mittelpunkt steht die Verkehrssicherungspflicht. Abschnitt 4.5.3. des Deutschen FSC-Standards schreibt dazu vor:

„Der Forstbetrieb führt regelmäßig Kontrollen zur Verkehrssicherungspflicht durch und protokolliert diese.“

Und diese Vorschrift führt in Verbindung mit dem Gutachten zu einem sog. Minor-CAR (= Corrective Action Request), auf deutsch: zu einer Forderung nach einer Korrekturmaßnahme wegen einer geringfügigen Abweichung von den FSC-Anforderungen.3siehe Audit-Bericht 2018, S. 9 und Beteiligung an der FSC-Waldzertifizierung Der Audit-Bericht beschreibt die Abweichung vom Standard folgendermaßen:

7.8.2018

Das RFA legt die Thematik der Verkehrssicherung dem Umweltministerium vor; dieses soll eine Entscheidung treffen.

19.3.2019

Die zuständige Mitarbeiterin des Umweltministeriums erscheint zu einem Ortstermin. Eine Entscheidung über das weitere Vorgehen fällt nicht. Weitere Abstimmungen innerhalb des Umweltministeriums sind nötig.

29.5.2019

Am ersten Tag des Überwachungsaudits 2019 wird über die CARs aus früheren Audits beratschlagt und es werden die durchgeführten Maßnahmen bewertet. Auch CAR 2018-3 steht auf der Tagesordnung. Man tagt im Büro des Lehr- und Versuchsforstamts Arnsberger Wald. Auditor ist diesmal Martin Seitz. Die sonstigen Teilnehmer stehen nicht im Protokoll.4siehe Audit-Bericht 2019, S. 6 Es wird entschieden:

„CAR nicht erfüllt: Ursachenanalyse und umgesetzte Maßnahmen nicht ausreichend.“5a. a. O., S. 15

Denn:

„Eine Entscheidung wurde innerhalb von 12 Monaten noch nicht gefällt. Die Problematik bezüglich der Verkehrssicherung und der damit verbundenen aktuellen Gefährdung der Waldbesucher ist somit noch nicht gelöst.“

Aus CAR 2018-03 wird CAR 2019-05. Wald und Holz hat nun Zeit bis zum 6.6.2020.6a. a. O., S. 24

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