Vor- und Nachgeschichte des Kahlschlags am Wurmberg 2019

HK am 9.6.2017 – 500 Fichten gefällt

Zwei Jahre später, am 9.6.2017, stellt die Zeitung fest: Zunehmender Borkenkäfer-Befall bei Fichten am Wurmberg.

Verglichen mit den Artikeln im Jahr 2019 ist dieser noch sehr kurz und noch sehr konventionell. Noch ist nicht die Rede von einer Katastrophe und davon, dass 80 ha kahlgeschlagen werden müssten. Noch sagt Revierleiter Harald Laubner der Presse das, was Förster in solchen Fällen immer sagen:

„Längere Trockenheit, wenig Niederschläge im Frühjahr und die zuletzt hohen Temperaturen hätten die Fichten geschwächt. ‚Jetzt hat der Borkenkäfer leichtes Spiel, da der sehr warme Spätsommer 2016 viele Tiere hervorgebracht hat‘ […].“

Im Mai sind „rund 500 Bäume“ wegen Borkenkäferbefalls „vertrocknet“. Verglichen mit 2019 möchte man sagen: Nur. Und nur mit einer einzigen „Forst-Spezialmaschine“ – gemeint ist ein Harvester – müssen sie nun gefällt werden:

„Ziel ist es zu verhindern, dass die jungen Borkenkäfer ausschlüpfen und weitere Bäume befallen.“

Ein bisschen kündigt sich das Drama der nächsten Jahre schon an. Einerseits sagt Förster Laubner:

„Wir wollen möglichst rasch mit der Borkenkäfer-Bekämpfung fertig sein.“

Andererseits sagt er aber auch:

„Die warmen Monate stehen uns noch bevor und täglich entdecken wir neue Bäume, in die sich der Buchdrucker bereits eingebohrt hat.“

Deshalb heißt es im Artikel auch schon:

„Die Niedersächsischen Landesforsten rechnen mit weiterem Befall. […] Länger als geplant werden Waldbesucher am Wurmberg den Harvester zu Gesicht bekommen.“

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