Fällen von Fichten im Dedenborner Wald

Medienrummel um Verwüstungen durch 4 Jeeps im Nationalpark

Wie kannst du zu deinem Bruder sagen: Lass mich den Splitter aus deinem Auge herausziehen! – und dabei steckt in deinem Auge ein Balken?  (Matthäus 7,4)

Am Pfingstsonntag 2013 fuhren 4 niederländische Jeeps quer durch den Kermeter im Nationalpark Eifel und verursachten dabei erhebliche Bodenschäden:

Quelle: Pressemitteilung des Nationalparkamts

 

Das Nationalparkforstamt veranstaltete einen großen Medienrummel und setzte eine Belohnung von 1.000 € für sachdienliche Hinweise zur Ergreifung der Täter aus. Im Kölner Stadtanzeiger erschien ein Artikel, der wortgetreu die Pressemitteilung des Forstamts wiedergab. Die Täter konnten ermittelt werden. Das Amt erstattete Anzeige wegen schwerer Sachbeschädigung.

Das folgende Foto zeigt die Bodenschäden in der Rückegasse direkt neben dem Naturschutzgebiet Riffelsbachtal, die durch den Harvester und den Forwarder der Firma Van Den Nagel Anfang Oktober 2013 angerichtet wurden:

 

Sehen Sie einen Unterschied?

In dem Fall der 4 Jeeps spricht das Forstamt in seiner Pressemitteilung von „Rowdys“, die durch den Kermeter „preschen“, das „Erdreich zerfurchen“, „Verwüstungen“ anrichten und „die Natur zerstören“. Ranger Andreas Engelke ist „sprachlos“.

Die Bodenschäden in der Rückegasse würden Ranger Engelke sicherlich nicht sprachlos machen. Das sind nämlich unvermeidliche Kollateralschäden einer „ordnungsgemäßen Forstwirtschaft“. Und überhaupt: Fichtenwälder sind keine „sensiblen Waldbereiche“, sie stehen nicht unter „Prozessschutz“. Auf deutsch: Dort ist alles erlaubt. Man regt sich künstlich auf über 2 t schwere SUVs und fährt selbst fröhlich mit 25 t schweren Harvestern kreuz und quer durch den Wald. Zum Vergleich: Der russische Panzer T-34 aus dem 2. Weltkrieg wog nur 6 Tonnen mehr – 31 Tonnen.

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