„Man wird einen Fehler nicht erkennen, wenn das Gehalt davon abhängt, dass man ihn nicht erkennt.“
Wolfgang Wodarg1CORONA.film Teil 2 – Daten als Machtinstrument
Das Sterben der Fichten in den Protokollen 2018-19
2018 machen die Ausschussmitglieder beim Waldbegang dann vermutlich ernste Gesichter:
„Beim diesjährigen Waldbegang werden die Teilnehmer über den Windwurf durch Sturm Friederike am 18.01.2018, die Folgen der anhaltenden Trockenheit und über die Population des Borkenkäfers und der [sic] dadurch entstehenden Probleme für den Forst informiert. […] Sturm Friederike hat am 18.01.2018 in NRW ca. 1,9 Millionen Festmeter geworfen, davon im Stadtgebiet Warburg nach Erstschätzung vom 18.01.2018 ca. 28.000 FM. Bis zum Stichtag 10.09.2018 wurden allein im Revier Jägerpfad ca. 13.000 FM und im Revier Scherfede ca. 22.000 FM aufgearbeitet. Die langanhaltende Trockenheit hat die Vermehrung des Borkenkäfers, in Verbindung mit dem liegenden Windwurfholz, extrem gefördert. Es ist damit zu rechnen, dass sich die Schadholzmenge noch um ca. 10.000 FM erhöht.“
2019 ist dann endgültig Schluss mit lustig:
„FAR Jürgen Engemann nimmt Bezug auf die Ratssitzung am 07.05.2019, wo der Rat bereits ausführlich über die bis dahin eingetretene existenzbedrohende Krisensituation des Stadtwaldes Warburg hingewiesen wurde.2Dies muss im nicht öffentlichen Teil der Ratssitzung geschehen sein. Die öffentliche Niederschrift enthält keinen Hinweis darauf. Des Weiteren gibt er bekannt, dass der Verkauf des Holzes bereits jetzt schon rückläufig ist. Der dreifache Jahreseinschlag ist im September zu vermerken, d. h. ein Holzeinschlag von 44.000 Festmetern.“
44.000 FM Käferholz. Davon konnten 26.000 FM nicht verkauft werden. Der Stadtwald besteht zu 49 % aus Fichte.
Zwei Monate später findet noch eine Sitzung des Ausschusses statt. Eine Niederschrift fehlt; die Sitzung ist nicht öffentlich. 2020 findet keine Sitzung mehr statt. Vielleicht hat es den Ausschussmitgliedern endgültig die Sprache verschlagen.
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