„Was formt eine Generation von Wissenschaftlern? Ganz einfach: die Wahrnehmung, da muss ich hingehen, da mache ich Karriere! […] Da ist das Geld, da sind die Fördermittel!“
Christian Drosten1CORONA.film Teil 2 – Daten als Machtinstrument
Schluss – Forstschutz als Dogma der Forstwirtschaft
Die Frage, warum Forstamtsrat Engemann 26.000 FM einschlägt, die er nicht verkaufen kann, stellt kein Ausschussmitglied. Kein Ausschussmitglied stellt die Frage, warum nicht ein Teil der Käferfichten einfach stehen gelassen wird, um zu beobachten, was dann passiert. Man könnte solche Flächen mit Fichten-Dürrständern auch zäunen, um Wildverbiss auszuschließen. So ließe sich ermitteln, was eine natürliche Verjüngung zu leisten imstande ist. Gibt es denn keine Samenbäume in der Nähe? Keinen Wind, keine Eichelhäher, keine Eichhörnchen, die die Samen verteilen?
Aber selbst wenn ein Ausschussmitglied im stillen Kämmerlein sich solche Fragen stellen würden; sie öffentlich zu stellen, wagt er nicht. Er würde sich unmöglich machen und seine Kollegen würden mit dem Finger auf ihn zeigen. Käferfichten müssen gefällt werden. Forstschutz ist ein Dogma der Forstwirtschaft.2zur Kritik am Dogma siehe In Wäldern nicht aufräumen
„Herr Bürgermeister Michael Stickeln stellt fest, dass ein positiver Ertrag wohl in den nächsten Jahren aus dem Stadtwald nicht zu erwarten [sic].“
Das Verb „ist“ am Satzende fehlt im Protokoll. Aber das ist nicht wichtig. Wichtig allein ist: „ein positiver Ertrag […] aus dem Stadtwald“. Aber selbst wenn sein Ertrag – trotz aller Subventionen – dauerhaft negativ wäre, seine Bewirtschaftung würde vermutlich nie aufhören. Denn auch dies scheint ein Dogma zu sein: Ein Wald muss bewirtschaftet werden.
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