Die Weidenröschenblüte im Warsteiner Stadtwald

Das neue Jagdnutzungskonzept der Stadt Warstein

Im Anhang ihrer Mail vom 19.1.2024 schickte mir die Lena Arens, Leiterin des Forstamts Warstein, das Wiederaufforstungskonzept der Stadt.

Darin findet sich im Kapitel mit dem bezeichnenden Titel „Gefährdungen und Schutz der Kulturen“ ein langer Abschnitt mit der Überschrift „Schalenwild“:1Hervorhebungen im Original

Die Biotopkapazität für die wiederkäuenden Schalenwildarten wird durch die großen Freiflächen mit der sich entwickelnden Schlagflora massiv zunehmen und somit deren Bestände mit größter Wahrscheinlichkeit explosionsartig ansteigen lassen. Damit nimmt auch die Gefahr von Verbissschäden drastisch zu.

Um dieser Gefahr zu begegnen muss mit der richtigen Technik noch konsequenter als in der Vergangenheit gejagt werden. Das beschlossene Jagdnutzungskonzept hat hierfür die theoretischen Grundlagen geschaffen. Jetzt muss es praktisch umgesetzt werden. Der nächste Schritt ist die Neuverpachtung von 6 Revieren, sowie die Umsetzung der Regiejagd in den besonders sensiblen Bereichen. In diesem Zusammenhang ist deutlich zu betonen, dass der Schlüssel zum Erfolg in einem konstruktiven Zusammenwirken von Forst und Jagd liegt. Daher sollen die jagdlichen Belange bei der Aufforstungsplanung unbedingt berücksichtigt und in Abstimmung mit Jagdpächtern umsetzt werden. Dies gilt z. B. für die Anlage zusätzlicher Äsungsflächen (Anhebung mittelfristig auf 2-3 %) und Schussschneisen oder die Berücksichtigung von Wildwechseln beim Bau von Gattern.

Da viele Mischbaumarten als wohlschmeckende seltene Delikatesse das Wild magisch anziehen werden, müssen nennenswerte Teile der Kulturen trotz intensiver Bejagung gegattert werden. In Verbindung mit vorhandener Naturverjüngung werden dies aber eher kleinere Gatter sein, sodass dem Wild auch genügend Freiräume bleiben. Je nach Größe der Anpflanzung bietet sich auch geeigneter Einzelschutz an.
Alle diese mechanischen Schutzmaßnahmen verursachen hohe Kosten für Aufbau, regelmäßige Kontrolle und Reparatur, sowie Abbau und Entsorgung. Daher ist die Notwendigkeit in jedem Einzelfall kritisch zu prüfen.

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