Stadtförster Christian Bröker über Wiederbewaldung und Jagd

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Das Geld

In den Kalamitätsjahren hat der Stadtforst große Gewinne erwirtschaftet. Aber er hat dabei auch das gesamte Fichtenaltholz aufgebraucht. Das ist nun weg und jetzt, im Jahr 2024, wirft der Stadtwald keinen Gewinn mehr ab. In den fetten Jahren hat der Stadtkämmerer aber Rückstellungen gebildet und die kann Böger nun in den mageren Jahren nutzen; z. B. für die Kulturen, die rund 6.000 € pro ha kosten.

Genaue Zahlen und Prognosen kann man dem Forstwirtschaftsplanentwurf 2024 entnehmen, der kein Geheimnis ist und durch das Ratsinformationssystem der Stadt von jedem eingesehen werden kann.

Die Touristen

Zum Schluss unseres Gesprächs über Borkenkäfer, Wiederbewaldung, Jagd und Geld  stelle ich noch eine Frage, auf die ich selbst einfach keine Antwort finde: Was ist mit den Touristen? Angesicht der riesigen und nicht zu übersehenden Kalamitätsflächen im Sauerland könnte man doch denken, dass die Touristen sich erschrocken abwenden und wegbleiben. Oder dass sie sich beschweren: „Ich habe viel Geld für das Hotel bezahlt! Und in dieser Einöde soll ich nun Urlaub machen?“ Oder dass die Besitzer von Hotels und Pensionen sich beklagen: „Der Borkenkäfer ruiniert uns! Die Touristen bleiben weg!“ Was also ist mit den Touristen?

Wenn ich mich richtig erinnere – ich habe so schnell nicht mitschreiben können – dann hat Bröker sinngemäß so geantwortet: Das Sauerland sei ja nicht der Nationalpark Harz. Hier bleiben die vom Borkenkäfer gefressenen Fichten ja nicht stehen und die Leute müssen nicht durch tote Fichtenforste wandern. Und nur die ganz frischen Kahlschläge seien ein Problem, denn dann seien die ja noch nicht grün, sondern braun. Aber schon nach kurzer Zeit seien die Kahlschläge wieder grün und dann sei das für die Touristen nicht mehr so schlimm. Ein viel größeres Problem seien die Wege, die von der Holzernte in Mitleidenschaft gezogen seien. Darüber würden sich Touristen schon ärgern und deswegen werde dieses Ärgernis jetzt angegangen und im Haushalt seien Mittel für die Sanierung der Wege eingeplant.1siehe z. B. Instandsetzung von Wegen, Haupt- und Finanzausschuss 18.4.2024, S. 3 und Wegebau, Forstwirtschaftsplanentwurf 2024, S. 3

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