Cornelius Meyer-Stork und sein Erholungswald

Mehlbeeren und Tulpenbäume

In einer großen Kurve zeigt Meyer-Stork auf zwei schwedische Mehlbeeren vorne direkt am Weg. Er hat sie hier gepflanzt und jetzt tragen sie auch schon schöne Früchte. Ich bitte ihn anzuhalten, damit ich Fotos machen kann. Anfangs hat er sie einzeln mit Drahthosen geschützt. Denn auch wenn man nur ganz wenig Rotwild hat, muss man sie vor Verbiss schützen, denn auch Rotwild selektiert und wählt dann möglicherweise ausgerechnet die zwei Mehlbeeren aus. Mittlerweile hat sich das erledigt und er hat den Schutz entfernt, weil das ja doch unansehnlich ist. Bei der rechten steht noch so ein Stab.

M = Mehlbeere

Hier steht auch ein Apfelbaum. Er hat einen Freund und der hat immer Bäume übrig, wollte aber doch keine Pflanzen wegschmeißen. Und dann hat er den Vorschlag gemacht, den Apfelbaum da hinzupflanzen. Er hat natürlich ja gesagt, und dann haben sie den da hin gepflanzt. Nun hat er schon so viele Äpfel, dass sein Freund da eine Stütze befestigt hat.

Viele Früchte hat normalerweise auch eine große Vogelkirsche hier – dieses Jahr leider nicht, weil es Spätfrost gegeben hat. Vogelkirschen tragen schon früh Früchte, manchmal schon vor dem 10. Lebensjahr und früher. Die Kirsche ist nicht gepflanzt, sondern von selber gekommen, denn die Früchte werden von Vögeln verbreitet – und zwar großflächig: auf einmal hat man überall Kirschen auf der Fläche. Ob das dann mal nachher nutzungsfähiges Holz wird, sei mal dahingestellt; der Baum ist aber immer eine Bereicherung.

Vögel haben auch einen anderen Baum hierhin gebracht: es ist eine türkische Baumhasel.

im Vordergrund: Mehlbeere, rechts dahinter: Baumhasel

Ich gehe zu einer Wuchshülle und schaue hinein. Es ist ein Tulpenbaum, zu dem es eine kleine Geschichte gibt. Er hatte ihn hier mal gepflanzt, aber dann haben Arbeiter hier Holz gepoltert und haben den kleinen Tulpenbaum zerstört. Der war ganz weg. Aber jetzt war er hier im Frühjahr an dieser Stelle gewesen und hat sich so auf der Erde umgeschaut. Er wollte es gar nicht glauben, denn da kommt ganz klein von unten wieder der Tulpenbaum: Totgesagte leben länger. Er hat eine Wuchshülle drauf gemacht, damit der kleine Baum nicht untergeht.

Erstaunlich in meinen Augen ist, wo keine Wuchshülle drum ist: das sind die vielen Eichen. Für Meyer-Stork sind sie keiner besonderen Erwähnung wert. Sie wachsen hier völlig selbstverständlich. Auch der Bergahorn kommt hier. Völlig selbstverständlich. Ich fühle mich wie in einem kleinen botanischen Garten und kann Meyer-Stork nur beipflichten: Es ist wirklich eine schöne Ecke, über die man sich freuen kann.

E = Eichen, M = Mehlbeere, A = Bergahorn

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