Hülswald und BVVG
Meyer-Stork ist Diplom-Forstwirt und kommt ursprünglich aus Bielefeld. Nach der Wende ist er in das Haus seines Großvaters nach Stötterlingen rd. 20 km nördlich von Ilsenburg gezogen. Und dann bot die Bodenverwertungs- und Verwaltungs-GmbH (BVVG) – ein staatliches Unternehmen, das die Privatisierung durchgeführt hat – den Hülswald zum Kauf an. Der Name kommt von der Bielefelder Familie Hüls, der dieser Wald bis 1945 gehörte. Alte Drübecker sprechen manchmal noch vom „Hülswald“. Die BVVG hat den Wald zum Festpreis von 541.000€ angeboten. Er hörte davon, weil das ja in der Nähe des Hauses seines Großvaters war. Damals ist er diesen Wald zu Fuß abgelaufen, kreuz und quer. Mehrere Tage hat er sich Zeit genommen, um sich das genau anzuschauen. Und dann hat er sich für den Kauf beworben und den Zuschlag erhalten. Er hatte ein bisschen geerbt und zusätzlich einen Bodenkredit aufgenommen. Mittlerweile hat er ihn abbezahlt und ist froh darüber. Ich frage ihn, ob die Einheimischen ihn vielleicht schief ansehen oder sogar als reichen Wessi beschimpfen. Nein, noch niemand hat gesagt: „Du bist hier überflüssig, dich brauchen wir nicht!“
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