Sanitärhiebe ohne Verwüstungen und Kahlflächen

„Ein Harvester kommt mir hier nicht hinein!“
Roland Wirtz

Harvester zerstören Verjüngung

Der Harvester ist für Wirtz nur eine Maschine. Der sei nicht gut und nicht böse. Aber auf einer solchen Fläche würde er ihn nicht einsetzen, weil er ihm die ganze Verjüngung kaputt macht. Der Harvester schmeißt den Baum ja um und zieht dann den ganzen Baum allen Ästen und mit kompletter Krone zu sich. Selbst wenn er die Krone abschneiden würde, würden die Äste dranbleiben. Wenn er dann den Stamm durchzieht, wird überall, wo die Äste herausragen, die Verjüngung abrasiert. Im Gegensatz dazu fällt der Waldarbeiter den Baum mit der Motorsäge, schneidet Krone und Äste ab und dann zieht er ja nur noch diesen Stamm, diese Walze durch. Am Ende greift der Forstschlepper mit seinem Kran den Stamm. Das ist ein Riesenunterschied.

Deswegen ist übrigens die Rückegasse auch ein bisschen breiter, denn die Waldarbeiter haben versucht, die Krone in die Gasse hinein zu fällen, damit man möglichst wenig Verjüngung kaputt macht. Dann hat der Kran filigran den Baum herausgehoben. Da hat Wirtz Wert drauf gelegt. Die Waldarbeiter der Firma, die hier arbeiteten, haben wirklich ein Gefühl für den Wald gehabt. Sie hatten vorher besprochen, was nicht passieren darf und was noch tolerabel ist und die haben das wirklich vorbildlich umgesetzt.

Es macht einen Riesenunterschied, ob ich mir Mühe gebe und darauf achte, wohin ich den Baum fälle oder in welche Richtung ich ihn wegziehen kann. Wenn ich mir keine Mühe gebe, dann feuere ich den Baum einfach irgendwohin. Der Harvesterfahrer ist gegenüber dem Waldarbeiter immer im Nachteil. Denn der Fahrer steht auf der Gasse und fummelt da mit dem Greifarm irgendwo in 10 m Entfernung an irgendetwas herum. Das kann ja nicht funktionieren, wenn ich das sorgfältig machen will.

Wenn Wirtz den Harvester vergleicht mit dem System, was er hier umgesetzt hat, dann hat er natürlich deutlich mehr Geld für die Holzernte und für die Holzbringung ausgegeben, als wenn der Harvester das gemacht hätte. „Aber wenn ich berücksichtige, was mir diese Holzernte erspart hat an Kulturpflegekosten – also Pflanzung und Pflege – dann sage ich, es war auf jeden Fall ein Gewinn.“

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