Sanitärhiebe ohne Verwüstungen und Kahlflächen

Reaktionen der Anwohner

Die Holzernte hier kann man natürlich unterschiedlich beurteilen. Auf der einen Seite könnte man als Spaziergänger sagen: „Das ist nicht ästhetisch! Das stört mich total!“ Man könnte auch noch weiter gehen und die Presse einschalten. Die würde womöglich Fotos von Baumstümpfen und Rückegassen machen und die Sache zum Skandal aufbauschen. Auf der anderen Seite könnte man als Förster sagen: „Hier ist nichts Schlimmes passiert. Mein Fachverstand sagt mir, das ist klasse gelaufen!“

Wirtz hätte Verständnis für einen Spaziergänger, dessen ästhetisches Empfinden gestört ist. Die Holzernte hat ja im Spätsommer 2024 angefangen und innerhalb weniger Monate oder sogar innerhalb weniger Tage hat sich der Wald komplett geändert. Denn vorher war der Wald hier dicht und richtig dunkel. Und außerdem war auch die Größe des Sanitärhiebs hier eine neue Erfahrung für die Anwohner. Denn früher waren die Borkenkäferkalamitäten immer mal so ein halber ha hier, mal dort ein ganzer. Aber das jetzt in dieser Größe, das haben sie erst die letzten Jahre. Nun haben sie auch diese großen Flächen. Aber wenn das so bis 1 ha abläuft, dann hatten sie hier gar keine Probleme mit Unmutsäußerungen der Leute.

Wirtz hatte sich also schon darauf eingestellt, dass Anwohner verärgert reagieren würden, und über eine Informationsveranstaltung oder ähnliches nachgedacht. Schließlich konnte der Hieb nicht unbemerkt bleiben, denn das ist ja ein Hauptweg für Spaziergänger zwischen Eppelborn und Dirmingen. Aber so etwas ähnliches wie einen „Volksaufstand“ hat es nicht gegeben. Es ist gar nichts passiert und er hat keine negativen Rückmeldungen erhalten. Erleichtert stellt er fest: „Das ist alles problemlos abgelaufen.“

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