Verjüngung unter Nadelbäumen
Nördlich des Wegs ist nicht viel weggekommen. Denn hier steht viel Lärche, die vom Käfer ja nicht gefressen wird. Die Lärche hier ist also stehengeblieben, so dass der Anblick auch etwas hübscher ist. Wenn aber die Lärche jetzt hier weg wäre, dann würde man denken: „Oh Gott, es ist zwar grün drunter, aber es ist ein Kahlschlag!“ So aber vermittelt die Lärche, die hier stehen geblieben ist, einen anderen, einen positiveren Eindruck. Bei der Lärche ist es generell so, dass die oben nicht so dicht macht. Da kommt viel mehr Licht auf den Boden. Hinzu kommt, dass die Lärche auch durchforstet worden war, damit mehr Licht auf den Boden kommt und die Verjüngung gefördert wird.
Auch die Fichten waren durchforstet worden; Fichte ist rausgekommen und dann kommt auf diesem Standort unter der Fichte sofort die Eiche und es wurde zu Gunsten der Eiche gepflegt. Hier ist es tatsächlich so, wenn da ein bisschen Licht hinkommt und die Jagd halbwegs stimmt, dann ist die Eiche da.
Wirtz beschreibt die Vielfalt der natürlichen Verjüngung: Dort steht die Eiche, die wird natürlich vom Eichelhäher und vom Hörnchen ausgesät. Hier steht die Douglasie. Die Lärche steht dort. Die Kirsche kommt sowieso, denn es gibt Mutterbäume dort. Die Vögel bringen die Kirsche. „Also viele der Baumarten, die man jetzt hier sieht, die muss ich nicht pflanzen.“ Es ist anders als z. B. im Harz, wo nur Fichten existieren. Hier müssen sie nur dafür sorgen, dass sie schießen.
Sie haben hier überall ein Mosaik: hier mal ein bisschen Laubholz, da mal ein paar Douglasien, dann wieder ein paar Fichten mit ein paar Lärchen drin. Der Wald ist an sich schon sehr gemischt und von daher kommt natürlich schon Verjüngung drin vor. Anders ist es z. B. im Harz, wo kilometerweit nur Fichte steht. Wenn man nur Fichte hat und die Wälder sind dunkel, dann hat man keine Verjüngung. Es ist schon ein Riesenunterschied, ob der Fichtenforst 1 ha groß ist oder 20.
Esskastanien in BorkenkäferlückeDie Verjüngung hier war also schon da. Und auf Flächen, wo noch nichts war oder wo es kaputtgeschlagen wurde bei dem Hieb, wurde gepflanzt: z B. Baumhasel oder Spitzahorn. Es wurden Pflanzen ausgewählt, die noch nicht da waren und wo sie sich vorstellen können, die könnten hier etwas werden auf dem Standort in der Situation. Die Esskastanie hier ist schon mal ein bisschen früher gepflanzt worden; hier war so eine kleine Borkenkäferlücke.
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