Soll man abgestorbene Fichten stehen lassen?

„Ich hatte eine scheinbar geniale Idee …“

Wirtz erklärt, was hier passiert ist: Die Fichten waren hier vergleichsweise jung und dünn und sie standen sehr dicht.  Entsprechend war auf dem Waldboden, der noch dazu trocken ist, nahezu keine Verjüngung – bis auf ein paar kleine Inseln. Und dann kam der Käfer. 2019 hat er in einer Ecke angefangen und ist dann langsam über die ganze Fläche hinübergezogen. Immer mal kam eine Ecke dazu.

Historisches Bild von Google-Earth vom 29. September 2018: nördlich der Kapelle ist dunkelgrün der kleine, noch gesunde Fichtenbestand zu erkennen

Historisches Bild von Google-Earth vom 9. August 2020: nordöstlich der Kapelle sieht man nun ein erstes Käferloch

Und damals gab es die Überlegung: Sollen wir die abgestorbenen Fichten nicht stehen lassen? Es werden ja viele Vorteile diskutiert – z. B. der Schattenwurf. Zu dem Zeitpunkt konnte man bestimmte Holzsortimente nicht gewinnbringend verkaufen. Es gab so eine Grenze: Wenn das Holz dicker war, war es noch positiv abzusetzen, wenn es dünner wurde, war es eigentlich negativ.

Und dann hatte er eine geniale Idee: Dann holen wir nur ab einem bestimmten Durchmesser und lassen den Rest einfach stehen! Wir machen also eine Kompromisslösung zwischen Stehenlassen und Nutzen. Mittlerweile steht nur noch ein Teil der Fichten, die sie damals haben stehenlassen. Damals stand also die doppelte Anzahl von dem, was hier jetzt noch steht.

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