Georg Sperber muss das Kapitel über den Brockenurwald neu schreiben
Georg Sperber hat das Buch „Urwälder Deutschlands“ geschrieben, und ich war so begeistert von dem Buch, dass ich gleich mehrere der Urwälder aufgesucht habe. Auch den Urwald am Brocken. Sperber schreibt:
„Fichten-Urwald hoch oben über Fichtenforsten […] Der Nationalpark Hochharz […] birgt als Kernzone in den Hochlagen über 900 m eine Besonderheit, den Brockenurwald. Dessen abgeschiedene Lage und eine Vielzahl von Hangmooren und Granitblockfeldern hat diesen ausgedehnten uralten natürlichen Bergfichtenwald vor der Holznutzung verschont. […] Urwaldfichten, bis 200jährig und älter, stehen licht und ihre grünen Kronen reichen tief herab. Die meist schmalkronigen Formen dieser „Säulenfichten“ bezeugen ihre Bodenständigkeit. „Autochthone“, also einheimische Hochlagenfichten können den Belastungen von Sturm, Schneelast und Eisanhang besser widerstehen als die im Wirtschaftsforst oft aus ungeeigneten Flachlandherkünften nachgezogenen. [… ] Merkmale wie flechtenbedeckte Uraltfichten, Totholz und Jungwuchs auf Rannen (umgeworfene, modernde Stämme) machen dieses in Deutschland beispiellose Urwaldrelikt unverwechselbar.“1a. a. O., S. 136 f., Hervorhebungen von mir
Und:
„Traurige Berühmtheit erlangte das Erzgebirge als weltweit am verheerendsten vom Waldsterben betroffene Region. Der Brockenurwald blieb von solchen krassen Schäden verschont, vor allem an seiner windabgekehrten Ostseite.“2a. a. O., S. 138, Hervorhebung von mir
Das war einmal.
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