Kritik am Jagdkonzept des Forstbetriebs Oberharz

Notwendigkeit von Vegetations- und Verbissgutachten

Um den tatsächlichen Zustand der Waldvegetation zu erfassen, braucht man Vegetations- und Verbissgutachten. Ohne diese hört der Streit nie auf: der eine Revierleiter behauptet, kein einziger Leittrieb sei bei ihm verbissen. Ein anderer Revierleiter hält dagegen, das stimme so nicht, alle seine Buchen seien betroffen.

verbissene Buchen im Revier Wernigerode am Wanderweg zum Ilsestein

Und noch ein anderer Revierleiter findet, bei ihm seien die neu angepflanzten Douglasien alle prächtig angewachsen und er sei strikt dagegen, die Abschusszahlen zu erhöhen. Und dann kommt der Forstbetriebsleiter und verweist auf den Staatssekretär. Der bekomme Druck von der neuen Ministerin und die … Woraufhin die Sekretärin dazwischenruft, sie habe erst neulich nachts auf der Bundesstraße ein Rothirschrudel gesehen … usw. usf. etc. pp. Meinungen, Behauptungen, Stimmungen, Streit ohne Ende. Man braucht also Gutachten mit statistisch aussagekräftigen Zahlen. Das Ergebnis sieht dann z. B. so aus:

aus: Frank Christian Heute, Auswirkungen veränderter Bejagungsstrategien auf Rehwild – Abschlussbericht des Jagdausgabe-Forschungsprojektes (2017-2022) „Rehwildprojekt NRW“, Ökojagd 2 -2022; Stetigkeit = an wie vielen der zehn Transekten kommt die Art vor, Transekt = gerade Linie, entlang derer auf einer Breite von zwei Metern sämtliche Baumarten in einer Wuchshöhe zwischen 0,2 m und 1,2 m aufgenommen und deren Zustand hinsichtlich eines Leittrieb-Verbissschadens beurteilt wird

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