Professoren zu Kahlschlägen im Wüstebachtal

Antwort von Prof. Schmidt

Prof. Schmidt antwortete mir am 29. Januar 2014. Für seinen Wunsch, den Brief nicht in voller Länge zu veröffentlichen, habe ich Verständnis. Er erinnert sich überhaupt nicht daran, dass das Thema „Entfichtung in Bachtälern“ auf den Exkursionen vertieft worden sei. Dann schreibt er:

„Bei schmalen Bachrinnen wächst im submontanen und montanen Bereich die Buche im Randbereich und überschattet auch die Bachrinnen, häufig begleitet von Bergahorn, Bergulme oder Esche. Erst wenn die Bäche eine gewisse Breite und Dynamik erreichen, bildet sich ein Bachauenwald aus, in dem Erlen zunehmend eine Rolle spielen. Diese Waldentwicklung zu fördern, braucht es in der Regel nur die Rücknahme von Fichten in der Breite einer Baumlänge.“ (Hervorhebungen von mir)

Schmidt nennt als Pionier der Bachrenaturierung den damaligen Forstsamtsleiter des Forstamts Oderhaus und späteren Leiter des Nationalparks Harz Dr. W.-E. Barth, der seit 1975 die Fichte in der Breite einer Baumlänge aus dem Bachrand entfernt hat.

 

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