Vom Lusen über den Steinfleckberg zur Reschbachklause

Beschreibung der Wanderung

Start und Ziel der Wanderung sind zwei unterschiedliche Parkplätze im NLP: Waldhausreibe und Schwellgraben. Man kann die Tour also in einer Gruppe mit zwei Autos machen. Es geht aber auch sehr gut mit Bus und Bahn.


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Ich selbst kam mit der Waldbahn aus Zwiesel und stieg am Bahnhof in Spiegelau aus. Dort nimmt man in die Igelbus-Linie 601 (Rachelbus) und fährt bis zur Haltestelle Graupsäge, wo man umsteigt in die Linie 602 (Lusenbus). Diese fährt zur Waldhausreibe.

Von dort führt der Böhmweg zur Glasarche. Dort beginnt die steile Himmelsleiter zum Lusen (1.373 m).

Der Abstieg erfolgt Richtung Norden zum Markfleckl. Bis hierhin wandert man auf markierten Wanderwegen.

Am Marktfleckl folgt man nicht dem Wegweiser nach rechts nach Finsterau, sondern man geht einfach geradeaus weiter. Der Grenzsteig, auf dem wir jetzt nach Norden weiterwandern, führt durch das Kerngebiet des NLP und darf nur in der Zeit vom 15.7. – 15.11. gegangen werden.

Er ist nicht markiert. Nur die weißen Pfähle, die in regelmäßigen Abständen die Grenze zwischen Tschechien und Deutschland markieren, weisen die Richtung. Die Schilder mit der Aufschrift „Potnor! Státní hranice“ bedeuten „Achtung! Staatsgrenze“.

Die Staatsgrenze ist gleichzeitig auch die Grenze zwischen NLP Šumava und NLP Bayerischer Wald.

Da der schmale Pfad nur selten gegangen wird, ist er oft von Gras und Heidelbeersträuchern zugewuchert und etwas schwer zu erkennen.

Für Wanderer, die auf Nummer sicher gehen wollen, empfiehlt sich ein GPS-Gerät oder Smartphone zur Orientierung. Schließlich möchte man nicht im Großen Filz enden, das nur 100 m rechts des Weges liegt. Dass der Boden hier moorig ist, zeigen Wollgräser am Weg an. Nach einer langen Regenzeit dürfte der Weg hier sehr matschig sein.

Auf halber Strecke zwischen Marktfleckl und Moorberg (1.370 m) nimmt man rechts einen abzweigenden Pfad hinunter in das Tal des Kleinen Schwarzbachs. Am Abzweig steht links ein Hinweisschild für die Kernzone.

Durch den Mauther Forst wandern wir bergab ins Tal des Kleinen Schwarzbachs. Der Weg ist nicht steil und nicht schwierig zu gehen; querliegende Baumstämme sind meist durchgesägt oder schon stark verrottet.

Wir überqueren den Kirchlinger Stand, eine große Wiese.

Dann wandern wir den Westhang des Steinfleckbergs hinauf. Zunächst schlängelt sich der Pfad durch einen etwas dichteren jungen Fichtenwald.

Dann überqueren wir einige Blockhalden.

Am Südhand des des Steinfleckbergs (1.342 m) liegt die Steinfleckhütte. Die Diensthütte ist abgeschlossen.

Auf dem Kapellenweg geht es wieder hinunter, diesmal in das Tal des Großen Schwarzbachs, den wir vor der Diensthütte der Schwarzbachklause überqueren.

Ebenso wie die Steinfleckhütte ist auch die Schwarzbachklause geschlossen und nicht bewirtschaftet. Der Weg hin zur Reschbachklause ist wieder ausgeschildert. Der Lusenweg ist sehr gut zu sehen und nicht zu verfehlen.

Wir erreichen die Reschbachklause.

Diese Klause ist eine beliebte Kulisse für Filme über den NLP.1siehe Was passiert im Urwald? – Nationalpark Bayerischer Wald – Faszination Wissen

Danach geht es entlang des Reschbachs und des Schwellgrabens zum Parkplatz Schwellgraben, dem Endpunkt der Wanderung. Dort hält die Igelbus-Linie 603 (Finsteraubus), die einen zurück nach Spiegelau bringt.

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