Nationalpark Bayerischer Wald

Nationalpark Bayerischer Wald

Hirschgespreng im August 2026 – 16 Jahre nach Räumung des Buchdruckerbefalls

Karl-Friedrich Sinner wurde lange vor dem Kahlhieb des Hirschgesprengs im Jahr 2010 kritisiert. Schon im Oktober 1998 verlieh ihm die Zeitschrift „natur“ den „Hammer des Monats“.Im Zentrum der Kritik stand damals die kernige Borkenkäferbekämpfung in der Managementzone zum Schutz der angrenzenden Privatwälder. Sinner reagierte auf seine Kritiker einen Monat später in einem Vortrag auf einer Fachtagung:

„Die Infragestellung des Nationalparks Bayerischer Wald aufgrund der notwendigen und durch die internationalen Richtlinien abgedeckte Borkenkäferbekämpfung zum Schutz des Privatwaldes und damit zum sichersten Schutz des „Natur Natur sein lassen“ in der Naturzone des Nationalparks stellt für mich einen nur schwer nachzuvollziehenden Vorgang dar.
In einer Zeit, in der die Nationalparkidee bundesweit auf dem Prüfstand steht, werden rd. 120 ha (rd. 0,8% des Altnationalparks) Borkenkäferkahlfläche zum Maßstab seiner internationalen Anerkennung gemacht und als ein zu hoher Preis für 10.000 ha unberührte Natur gesehen.“1Hervorhebungen von mir

Man ersetze „zum Schutz des Privatwaldes“ durch „zum Schutz des Hochlagenwaldes“ und hat die Begründung für die „Borkenkäferkahlfläche“ am Hirschgespreng, die ebenfalls „rd. 120 ha“ groß ist.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert