Eichennaturverjüngung am Schloteberg im Harz

Megagefahrenbäume direkt am Weg

Ich habe mich in den vergangenen Monaten sehr intensiv mit der Verkehrssicherungspflicht und mit Megagefahrenbäumen auseinandergesetzt: Kahlschlag im FFH-Gebiet “Wälder bei Porta Westfalica”. Wenn es um die Verkehrssicherungspflicht geht, scheint es, als machten Forstämter, Stadtverwaltungen und Umweltämter keine Gefangenen: Im Zweifel Baum ab!1siehe Landesbetrieb Wald-und-Holz NRW – FAQ – Verkehrssicherung bei Waldbäumen, S. 3

Dürrständer sind Megagefahrenbäume.2siehe Die Rechtslage zur Verkehrssicherungspflicht und Exkurs – Baumgutachter Wie das Foto unten augenfällig beweist, können sie jederzeit umknicken, auf den Weg fallen und das Leben von Wanderern und Mountainbikern bedrohen. Die Rechtslage ist meines Erachtens eindeutig: Sie müssen gefällt werden. Sofort. Unverzüglich. Am besten gestern!

Megagefahrenbäume direkt neben dem Weg, ebenfalls links direkt am Weg: eine junge Eiche

Aber vielleicht ist die Verkehrssicherungspflicht an Mountainbike-Trails außer Kraft gesetzt. Wer einen Mountainbike-Trail fährt, begibt sich in Lebensgefahr. Punkt. Kranke oder tote Bäume, die auf den Trail stürzen können, spielen überhaupt keine Rolle. Wer solche schmalen und steilen Trails am Rande des Abgrunds fährt und noch dazu mit Anlauf über metertiefe Gräben springt, der fürchtet offensichtlich keine Gefahren und hat vermutlich keine Angst davor, dass ihm eine abgestorbene Lärche auf den Kopf fällt. Außerdem trägt er im Gegensatz zu Wanderern einen Sturzhelm und sonstige Ober- und Unterkörperprotektoren. Vielleicht denkt sich der Gesetzgeber, dass Mountainbiker einfach schneller sind als ein langsam umfallender Dürrständer. Wäre dies aber ein normaler Wanderweg im Nationalpark, wären die Dürrständer links und rechts des Wegs vermutlich längst entfernt. 

Megagefahrenbäume direkt neben dem Weg, links im Vordergrund ein junger Bergahorn, rechts am Rand eine Vogelbeere mit roten Früchten

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