Pflege – Beispiel Ahorn und Brombeeren
Wirtz kommt noch einmal auf den Pflegeauftrag zu sprechen, den sie entwickelt haben. Leitfrage ist: Wie lässt sich diese „grüne Hölle“ sinnvoll strukturieren? Er erklärt die Pflege mit Hilfe des Ahorns, den sie hier gepflanzt haben. Der ist in der Wuchshülle drin.
Ahorn in TubexDer Ahorn, auf den Wirtz zeigt, steht schon ein bisschen länger dort, ungefähr 5 Jahre. Damals war die Fichte schon ein bisschen aufgelichtet durch Borkenkäferfraß. Auch ein bisschen Windwurf war vorhanden. Da hat er gesagt: Das nutzen wir! Ahorn fehlt hier als Mutterbaum. Also bringen wir jetzt mal hier einen Bergahorn hinein!
Unabhängig vom Rehwildverbiss muss Wirtz die Pflanzen auf jeden Fall in eine Tubex reinsetzen. Auf den stickstoffreichen Flächen hier wächst die Brombeere besonders gut. Weiter oben gab es eine Fläche, die bestimmt 15 Jahre alt war. Da hatten auch einmal Käfer drin gefressen, auch da war für ihn ganz klar eine Gelegenheit, Ahorn hinein zu pflanzen. Den Ahorn haben sie dann auch gepflegt. Er ist sehr gut gewachsen, so dass er nach 2 Jahren schon aus dem Rehwildäser heraus war. Damals haben sie gedacht, dass sie sich darum nicht mehr zu kümmern brauchen. „Da kann nichts mehr anbrennen!“ Von wegen! 2 Jahre später ist er noch einmal hingekommen, da war der ganze Ahorn, den sie gepflanzt hatten, von der Brombeere vernichtet. Riesige Ranken hatten sich darübergelegt. „Das war brutal!“ Die Brombeere hier wächst eben extrem gut. Überall rund um die Intensivwirtschaft kommt Stickstoff ohne Ende. Zusätzlich kommt Stickstoff aus der Atmosphäre – als Staub, der hineingeweht wird, oder als Sickerwasser. Das fördert nicht nur die Brombeeren, sondern auch Brennnesseln oder Springkraut. Das sind alles Stickstoffzeiger.
Nach oben
Zurück zur Einleitung
Nächste Seite: Schluss – Eichen pflegen im Garten