Köllnischer Wald

Falsche Informationen auf der Natura-2000-Webseite

Die Fachinformationen über den Köllnischen Wald auf der Webseite über Natura-2000-Gebiete in NRW sind voller Fehler, Halbwahrheiten und Beschönigungen.

1. „Naturnähe“

Angeblich ist der Köllnische Wald ein „naturnaher Laubwaldkomplex“. Wie sagt Knut Sturm vom Lübecker Stadtwald: „Bei Förstern ist immer alles ’naturnah‘!“ Der Begriff ist nicht definiert und wird ständig missbraucht. Was beispielsweise soll an künstlich angepflanzten Buchensetzlingen „naturnah“ sein (siehe Ruinöser Waldbau)? Seit wann ist Schirmschlag naturnah? Die alten Buchenwälder wurden in grotesker Weise herunterbewirtschaftet: Ein paar Überhälter bilden noch lange keinen Buchenwald. Der Gipfel der Unverschämtheit ist, dass man dieser Ansammlung von Bäumen auch noch einen „guten Erhaltungszustand“ (LRT-Wertstufe B, siehe Standard-Datenbogen 4407-302, S. 3)  bescheinigt!

Karikatur eines Hainsimsen-Buchenwalds am Weinbrinkweg

 

2. „Sehr alt“

Der Wald war einmal sehr alt. Durch die alljährlichen Hiebe in den Altbuchenbeständen verliert der Wald diesen Charakter. Auf großen Flächen stockt mittlerweile schwaches Baumholz. Das folgende Foto entstand an der Ecke Oberhausener Straße / Weinbrinkweg. Laut den Experten, die das FFH-Gebiet kartiert haben, wachsen dort angeblich „Alte bodensaure Eichenwälder auf Sandebenen mit Quercus robur“:

 

3. „Strukturreicher Waldkomplex“

„Die naturnahen Waldgesellschaften bilden in großer standörtlicher Vielfalt einen geschlossenen strukturreichen Waldkomplex.“ Ein Wunder, dass NRW noch nicht die Aufnahme des Köllnischen Waldes ins UNESCO-Weltnaturerbe beantragt hat! Was für Medikamente muss man nehmen, um das über den Köllnischen Wald zu schreiben?

 

Strukturreich ist bestenfalls ein schmaler Streifen von übrig gebliebenen Altbuchen um den Spechtsbach herum.

 

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