Hier greift der Mensch noch ein
„Weil heute oft Samenbäume für die ursprünglich heimischen Laubbäume fehlen, unterstützt der Nationalpark ihre Rückkehr in einigen Bereichen durch Pflanzungen. Von 2008 bis 2022 wurden rund 6,4 Mio. Rotbuchen und weitere heimische Arten in den Nationalparkwäldern gepflanzt.“
Nein, das passt nicht. Hier fehlen keine Buchen. Südlich vom Wanderweg steht ein ganzer Wald von Buchen und auch im Birkenwald stehen vereinzelt ein paar herum. Gepflanzt wurde hier nichts.
„Im Nationalpark ist der Borkenkäfer kein Schädling, sondern „Geburtshelfer“ für den neuen wilden Wald, der hier nach den Regeln der Natur entstehen darf. In Wirtschaftswäldern wird er jedoch zu Recht als existenzielle Bedrohung wahrgenommen. Deshalb wurde an den Außengrenzen des Nationalparks ein 500 Meter breiter Sicherheitsstreifen eingerichtet. In diesem werden vom Borkenkäfer besiedelte Bäume konsequent gefällt und abtransportiert, um die angrenzenden Wirtschaftswälder zu schützen.“
Konsequent gefällt und abtransportiert. Das passt. Das ist die Lösung: Sicherheitsstreifen. Auf der Wanderkarte ist die Grenze eingezeichnet. Die verläuft da ganz oben am Berg. Der NLP ist eine Mogelpackung. Ein großer Teil ist gar kein richtiger NLP. Unser Wanderer rechnet: Nehmen wir einen fiktiven NLP, quadratisch, 10×10 km = 100 km2 = 10.000 ha. Nicht zum Sicherheitsstreifen gehören 9×9 km = 81 km2 = 8.100 ha. 1.900 ha sind Sicherheitsstreifen. Rund 20% also. Von wegen neue Wildnis. Von wegen neuer wilder Wald. Von wegen natürlicher Waldwandel. Von wegen Baustelle Natur.
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Hallo Herr Adrian! Ich habe die Broschüre des Nationalparks ebenfalls in der Hand gehabt und war genauso entsetzt. Sie war auch gleich Gegenstand eines kritischen Videos über die Waldpolitik des Nationalparks. Hier der Link zum Video auf meinem YouTube Kanal. https://youtu.be/iPpen9EXmSE
Liebe Grüße R. Duske.