Ein Paradies für Rothirsche
Ein Bekannter gibt – bei aller gebotenen Vorsicht – die Prognose ab, dass das Wild im Harz sich explosionsartig vermehren wird. Denn dort sind jetzt riesige Freiflächen, wo sich auf großer Fläche eine krautige, teilweise stickstoffliebende Vegetation einstellen wird.
links im Bild: Stickstoffzeiger Brennnessel auf geräumter Kalamitätsfläche nahe der Moosklippe in unmittelbarer Nachbarschaft des Reviers WernigerodeDa entstehen paradiesische Nahrungsverhältnisse für Rothirsche und Wildschweine, das Rehwild als „Grenzliniengänger“ – es braucht große zusammenhängende Waldgebiete, aber auch kleine Lichtungen – kommt unter Umständen noch dazu. Und auch, wenn es unter großen Mühen gelingen sollte, einen neuen Wald künstlich zu begründen, werden in 20 bis 40 Jahren riesige Dickungskomplexe für Rotwild entstehen. Rothirsche und Rehe werden sich da sehr wohl fühlen und dann viele Schälschäden verursachen. Es ist unmöglich, dieses Problem mit konventioneller Bejagung zu lösen.
riesige Freiflächen mit Kräutern nahe der Moosklippe in unmittelbarer Nachbarschaft des Reviers WernigerodeNach oben
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