Der Höllenstieg zum Brocken

Schluss – Der Urwaldstieg am Brocken

Wenn man die Brockenstraße nur ein kurzes Stück weitergeht, kommt auf der rechten Seite der „Urwaldstieg am Brocken“. Er soll laut Nationalparkamt „Einblicke in den sagenumwobenen Brockenurwald“ bieten.

Zunächst einmal: der „Urwaldstieg“ ist kein „Stieg“ wie der Eckerloch-, der Hexen- oder der Höllenstieg, sondern eine kaum 100 m lange Sackgasse. Er liegt auch nicht „am Brocken“, sondern 4 km entfernt davon. Und er ist so weit entfernt von den klassischen Wanderwegen zum Brocken, dass nur sehr wenige Wanderer sich dorthin verirren. Und die vielen Mountainbiker oder Rennradfahrer auf der Brockenstraße fahren einfach daran vorbei.

Auch das Nationalparkamt widmet ihm keine große Beachtung: die Infotafeln sind stark in Mitleidenschaft gezogen, ausgebleicht und nur noch schlecht lesbar. Eine mächtige tote Fichte ist samt Wurzelteller umgekippt und liegt seit langem quer über dem Stieg.

Aber ich möchte auf etwas anderes hinaus: Der Urwaldstieg ist völlig überflüssig. Wer braucht so etwas, wenn er den Glashüttenweg oder den Höllenstieg hat? Und wenn man unbedingt Infotafeln aufstellen möchte, hätte man es auch dort machen können.

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