Protestbrief an die Tourist-Information Ramsau

Antwort

Per Email erhalte ich schon eine Woche später, am 23.10.2017, eine Antwort. Ich werde diese Antwort nicht kommentieren:

Sehr geehrter Herr Adrian,
wir haben ihre – Kritik nach Aufenthalt in Ramsau – mit Interesse gelesen und bedauern, wenn Sie Ihre Urlaubserwartungen hinsichtlich des Tourismusaufkommens und der ethnologischen Zusammensetzung unseres Urlauberaufkommens nicht erfüllt sehen.

Es gibt auch im Sommer sehr schöne und ruhige Plätze zu finden; ich kann mich erinnern, dass ich Mitte August eine kleine Bergtour ins Reiteralm-Massiv unternommen habe und mir während des gesamten Zu- und Abstiegs nicht eine Person untergekommen ist.

Natürlicherweise muss man an den „Hotspots“ auch Ende September und anfangs Oktober mit erhöhtem Urlauberaufkommen rechnen, daran wird auch das Siegel Bergsteigerdorf nichts ändern. Wir empfehlen ruhesuchenden Gästen die Monate März und April, in dieser Zeit ist wunderbarer Naturgenuss mit überschaubar frequentierten Ausflugszielen gegeben.

Die von Ihnen unter Punkt 2 kritisierte „Japaner-Flut“ – es handelt sich mehr um chinesische Gäste; nennen wir es die Besucher auf Fernost, ist eine kleine, aber merklich zunehmende Gästeschar, die verschiedene Hauptsehenswürdigkeiten im Berchtesgadener Talkessel interessiert: Kehlsteinhaus, Königssee, Salzbergwerk; in Ramsau die weltbekannte Pfarrkirche als Fotomotiv, der Zauberwald und der Hintersee.

Im Zeichen der „Liberalitas Bavariae“ gönnen wir auch den Gästen aus Fernost gerne einen Einblick in die Naturschönheiten des Berchtesgadener Landes und bei gegenseitiger Rücksichtnahme und einem respektvollen Miteinander sollte es für die meisten unserer Urlauber und Einheimischen kein Problem darstellen, auch diese Gäste aus einem anderen Kulturkreis willkommen zu heißen.

In diesem Sinne verbleibt mit freundlichen Grüßen
Fritz Rasp

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