„Wenn der Borkenkäfer geht, kommt der Gartenrotschwanz.“
Müller/Simonis
„Wenn man mir mit dem Gartenrotschwanz kommt, gehe ich.“
Franz-Josef Adrian
2009 – Ich und die Waldsteppen
Zum Schluss meine Geschichte mit den Waldsteppen.
Meine erste Wanderung zum Rachel war 2009. Damals hat mich die Verjüngung am Rachel überhaupt nicht interessiert. Ich fand die vielen toten Bäume damals ganz toll! Bibelriether war für mich so etwas wie Greta Thunberg für Fridays For Future. Greta rettet die Welt, Bibelriether den Wald. Dass da keiner mehr stand, störte mich 2009 nicht. Das gehörte bestimmt zum Plan. Es folgten Besuche in den Jahren 2014, 2016 und 2019.
Dass irgendetwas mit der Verjüngung am Rachel nicht stimmt, fiel mir dann 2014 auf. Seit der Kalamität waren ja nun schon 2 Jahrzehnte vergangen. Und Fichten wachsen schnell. Das weiß jeder, der schon einmal eine Fichte nach Weihnachen im Garten eingepflanzt hat. Wo waren diese jungen Fichten? Ich hatte natürlich als fleißiger Biologie-Lehrer jede Menge schlauer Bücher gelesen; u. a. die drei oben. Die Bücher passten aber nicht zu dem, was ich am Rachel sah. Und so las ich noch mehr Bücher.
Und noch mehr Hefte. Noch mehr Broschüren. Noch mehr Zeitschriftenartikel.
Irgendwo musste irgendjemand doch irgendetwas darüber geschrieben haben. Ergebnis waren die folgenden drei Artikel – in chronologischer Reihenfolge:
- Herbstwanderung zum Rachel – 2014
- Winterwanderung zum Rachel – 2016
- Sommerwanderung zum Rachel – 2019.
Erst nach dem letzten Artikel kamen dann die Waldsteppen: Von Wüsten und Waldsteppen am Rachel. Es hat buchstäblich Jahre gedauert, bis ich begriffen habe, dass die Verjüngung überhaupt nicht wichtig ist. Waldsteppe eben. Und es ist gut so, wie es ist. Sagen Müller/Simonis.
Begriffen habe ich das jetzt. Es gibt nur ein kleines Problem: Ich finde es nicht gut so. Die Faszination von 2009 ist lange vorbei. Den Gartenrotschwanz habe ich in meinem Garten.
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