Windwürfe im Buchenurwald Uholka

Einleitung

Sie sind überall: Windwürfe im Urwald Uholka. Das stellte ich gleich zu Anfang bei meiner allerersten Wanderung fest. Ich war mit meinem Wanderführer Pavlo noch nicht einmal 100 m in den Urwald hineingegangen; da lagen schon zwei Buchen quer über dem Wanderweg. Sie waren erst vorige Woche von einem Sommersturm umgeworfen worden.

Diese Windwürfe sind ein unübersehbares Merkmal, durch das sich der Urwald von Uholka fundamental von jedem Wald in Deutschland unterscheidet. Sie kommen mit einer Häufigkeit vor, die wirklich atemberaubend ist. So etwas sieht man nirgendwo in Deutschland. Das ist nicht allein mein subjektiver Eindruck; ein Forscherteam aus Schweizern und Ukrainer hat die aufgeklappten Wurzelteller kürzlich gezählt und ist auf sage-und-schreibe 11 pro ha gekommen.1 Das ist schlicht sensationell: Selbst in langfristig ungenutzten Wäldern sind es in Deutschland nicht mehr als 4 pro ha. Und auch in ausdrücklich naturnah bewirtschafteten Wäldern findet man pro ha gerade einmal 1 aufgeklappten Wurzelteller. Wenn überhaupt! Häufig ist dann der dazugehörige Stamm längst abgesägt.2

Auf den folgenden Seiten zeige ich Panoramafotos von Windwürfen im Buchenurwald Uholka. Die Fotos können in sehr hohen Auflösungen heruntergeladen und betrachtet werden; die Auflösungen reicht bis zu 2.160 Pixeln in der Höhe.

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  1. Commarmot, B.; Brändli, U.-B.; Hamor, F.; LAVNYY V. (eds) 2013: Inventory of the Largest Primeval Beech Forest in Europe. A Swiss-Ukrainian Scientific Adventure. Birmensdorf, Swiss Federal Research Institute WSL; L’viv, Ukrainian National Forestry University; Rakhiv, Carpathian Biosphere Reserve, Tabelle 6.8, S. 54 []
  2. siehe Praxishandbuch – Naturschutz im Buchenwald. Naturschutzziele und Bewirtschaftungsempfehlungen für reife Buchenwälder Nordostdeutschlands. Hrsg. Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft Brandenburg, 2015, S. 137 – Abbildung mit Ergebnissen der F+E Vorhaben []