Faktencheck: Holzimporte – Update

Einleitung

Bürgerinitiativen, die den Wald schützen möchten, fordern, weniger Holz einzuschlagen. Diese Forderung löst den Protest vieler Förster aus. Ein Beispiel ist Forstbetriebsleiter Roland Blank von den Bayerischen Staatsforsten:

„Dann importieren wir Holz aus Skandinavien oder aus den Tropen, damit nicht vor unserer Haustür gefällt wird? Da lügen wir uns doch in die eigene Tasche!“1

Für Laubholz stimmt diese Aussage nicht. Das beweisen die Holzmarktberichte des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Deutschland exportiert viel mehr Laubholz, als es importiert. Es erwirtschaftet einen Exportüberschuss.2 Es wäre also durchaus möglich, vor unserer Haustür weniger zu fällen, ohne Holz importieren zu müssen.

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Exportüberschuss für Laubholz

Schon 2015 hatte ich im Rahmen meiner Auseinandersetzung mit dem Trittsteinkonzept von Ulrich Mergner nachgewiesen, dass Deutschland von 1999 – 2014 mehr Laubholz exportierte, als es importierte. ((siehe Faktencheck: Holzimporte  – Netto-Export von Laubholz. Zum Zeitpunkt meines damaligen Artikels war der aktuellste Holzmarktbericht der des Jahres 2014. Er präsentierte für das Jahr 201…

  1. In der Holzfabrik, Der Bote vom 15./16. Dezember 2018, Hervorhebung von F.-J. A. []
  2. zum Begriff siehe Wikipedia – Handelsbilanzüberschuss []