Durchforstung im Seckbornsgrund

Beschreibung der Durchforstung

Der zuständige Revierleiter ist Dietmar Raab.1 Im Frühjahr 2013 hat er auf einer Fläche von 3,5 ha eine Auslesedurchforstung durchgeführt: Er hat Z-Bäume ausgezeichnet2 und Bedränger markiert, die anschließend gefällt wurden. Derartige Durchforstungen werden erst durchgeführt, wenn die Bäume einen astfreien Stamm von 6-8 m haben.3

Es gibt zwei Kriterien für Z-Bäume:

  1. Vitalität
  2. Qualität.

zu 1:
Der Z-Baum muss zur Kraftschen Baumklasse 1 oder 2 gehören4. Er muss also vorherrschend oder herrschend sein.

zu 2:
Der Z-Baum muss eine hohe Qualität haben: er darf beispielsweise keine Zwiesel haben und sein Stamm darf nicht krumm sein.

Es besteht kein Zwang, eine vordefinierte Anzahl von Z-Bäumen auszuzeichnen. In diesem Bestand waren es 30-40 pro Hektar. Es müssen nicht 100-140 pro ha sein wie bei den Niedersächsischen Landesforsten5. In manchen Beständen des Göttinger Stadtwalds sind es vielleicht 50-60, in anderen sogar nur 5-10.

Gefällt werden nur echte Bedränger. Sie müssen die gleiche Vitalität wie der Z-Baum haben. Das bedeutet, sie müssen zur gleichen Kraftschen Baumklasse wie der Z-Baum gehören. Nur dann werden sie gefällt, wenn sie in die Krone des Z-Baums hineinwachsen. Dies führt zu minimalen Eingriffen: Auf den 3,5 ha wurden nur 50,48 Efm entnommen, macht pro ha gerade einmal 14 Efm. Das entspricht 17,5 Vfm und liegt damit unter dem Zuwachs von 2 Jahren, der 19,6 Vfm (= 2 x 9,8) beträgt. Ein solcher vorsichtiger Eingriff minimiert auch das Risiko von Fäll- und Rückeschäden.6

Zum Thema Durchforstung siehe auch den Artikel: Durchforstung in der Ritzerau im Stadtwald Lübeck

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  1. Holzrücken mit Pferdekraft, Göttinger Tageblatt vom 7. März 2011 []
  2. Die Z-Bäume tragen ein gelbes Band um ihren Stamm. []
  3. 6 m ist die doppelte Furnierlänge. []
  4. siehe Lexikonartikel Baumklasse []
  5. Schutz und Nutzung von Buchenwäldern, Folie 10 []
  6. Michael Nill, Ulrich Kohnle und Udo Hans Sauter, Rindenschäden bei der Holzernte, Forstarchiv 82, 216 – 224 []