Pfingststurm Ela im Lührmannwald

„Eine Entnahme von eng stehenden Bäumen als Kronenkonkurrenten
ist auch sinnvoll, um Altbäume zu stabilisieren und gegen Starkwinde
zu schützen, die in Folge des Klimawandels weiter zunehmen.“ (Stellungnahme der Essener Grünen zu den Baumfällungen im Lührmannwald, 3 Wochen vor Ela)

 

Einleitung

Das Forstamt von Grün-und-Gruga hat den schönen alten Buchenwald auf der Essener Margarethenhöhe in einen sterilen Kunstforst verwandelt (siehe Depressionsfalle Lührmannwald). Planmäßig wurden in den letzten Jahren die fast 200 Jahre alten Buchen abgeräumt. Forstrevierleiter Armin Wuttke hatte noch im Februar 2014 so viele alte Bäume gefällt, dass sich spontan eine neue Bürgerinitiative mit dem Namen „Waldschutz Essen“ bildete.

 

Am Abend des Pfingstmontags, dem 9. Juni 2014, fegte Orkan „Ela“ über den Lührmannwald hinweg. Was auf den ersten Blick wie eine schreckliche Katastrophe aussieht, entpuppt sich auf den zweiten Blick als einmalige Chance: Hier könnte ähnlich wie in Saarbrücken ein wilder Urwald mitten in der Stadt entstehen.

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Anfahrt und Betretungsverbot

Die Fotos, die ich Ihnen auf dieser und den nächsten Seiten zeige, entstanden Mitte Juni im Lührmannwald auf der Essener Margarethenhöhe. Der Wald wird begrenzt durch die Lührmannstraße im Süden und den Hohlweg im Norden. Im Westen verläuft die Waldlehne, im Osten der Kühlshammerweg.

 
Seit dem 14.6.2014 gilt in den Essener Wäldern ein unbefristetes Betretungsverbot (siehe Allgemeinverfügung vom 13.6.2014). Oberbürgermeister Reinhard Paß begründet es mit der „Gefahrenabwehr“. Angeblich bestünde „Lebensgefahr“ durch „abbrechende Äste“ (siehe Homepage der Stadt Essen: Auswirkungen des Unwetters). Ich will diese Gefahr gar nicht leugnen. Aber warum erlaubt man das Betreten nicht auf eigene Gefahr? Schließlich ist auch das Trinken von Alkohol potentiell lebensgefährlich ebenso wie das Rasen auf der Autobahn. Viele Freizeitsportler setzen sich allwöchentlich lebensgefährlichen Risiken aus: Sie müssen nur bei Tempo 40 ohne Helm mit dem Rennrad stürzen. Die ganze Diskussion um die „Verkehrssicherheit“ im Wald ist voller Heuchelei und Halbwahrheiten: siehe Förster Herber und die Verkehrssicherung.

 

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