Vor- und Nachteile von Kahlschlägen

Vor- und Nachteile von Kahlschlägen

Für die Renaturierungen wurden über einen Zeitraum von 4 Jahren eine Fläche von ungefähr 50 ha Fichten eingeschlagen. Als Methode wurde der sog. Kleinkahlschlag gewählt, bei der Flächen von weniger als 1 ha kahl geschlagen werden. § 10 (2) des Landesforstgesetzes von Nordrhein-Westfalen verbietet Kahlschläge ab 2 ha  (zu den forstwirtschaftlichen Definitionen siehe: Materialien zur Forstwirtschaft – Waldbau und Forst). Der FSC-Deutschland verbietet sogar Kahlschläge schon ab einer Größe von 0,3 ha.

ABU-Vorsitzender Drüke und die Projektleiterin Birgit Beckers versicherten mir am Telefon, dass die ABU lange und kontrovers über die Vor- und Nachteile von Kahlschlägen diskutiert habe.

Nachteile des Kahlschlags

Kahlschläge gelten allgemein als der „ökologische GAU (größte anzunehmende Unfall)“ (Wilhelm Bode, Martin von Hohnhorst, Waldwende – Vom Försterwald zum Naturwald, München 42000, S. 110). Für die Bachauen der Kleinen und Großen Schmalenau sind mindestens 18 Folgen zu befürchten (zum Folgenden vergleiche Waldbau und Forst. Bode, a. a. O. und Göttlein, Axel u. a., Femel- und Kahlhieb im Vergleich, LWF-Aktuell, Nr. 41, 2003, S. 6-8):

1.
Die kahle Fläche erwärmt