Buchenwald Grumsin


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Einleitung

Der Grumsiner Buchenwald ist ein 590 ha großes Totalreservat. Die forstwirtschaftliche Nutzung ist verboten. Er gehört zur Kernzone des Biosphärenreservats Schorfheide-Chorin und ist Teil des UNESCO-Weltnaturerbes „Alte Buchenwälder Deutschlands“.

Karte

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Anfahrt und Wanderwege

Der Wald liegt in der Nähe von Angermünde. Von Parkplätzen in Groß-Ziethen und Altkünkendorf führen Wanderwege zum Weltnaturerbe. Seit Mai 2013 gibt es in Altkünkendorf einen neuen Info-Punkt zum Grumsiner Forst. Informationen bietet auch ein Faltblatt des Biosphärenreservats und eine Karte des Landesumweltamts. Das folgende Foto zeigt den Blick auf das Südufer des Buckowsees:

Grumsin am Buckowsee

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Geschichte

Der Buchenwald Grumsin ist eine „große zusammenhängende historisch alte Waldfläche“. Diese blieb erhalten, weil die sehr steinigen Böden „keine rentable landwirtschaftliche Nutzung“ erlaubten (M. Luthardt, R. Schulz, M. Wulf, Ein Buchenwald im Wandel der Zeit – 300 Jahre Nutzungsgeschichte im Grumsiner Forst, Rangsdorf 2004, S. 32). Folglich sind die Böden auch nicht durch schwere Landwirtschaftsmaschinen verdichtet. Hier wächst „seit mehreren 100 Jahren“ Laubwald. Die Buchenbestände sind nicht künstlich angepflanzt, sondern „durchweg aus Naturverjüngung hervorgegangen“ (Luthardt, S. 43). Das folgende Foto zeigt die aktuelle Naturverjüngung:

Verjuengung

 

In der DDR war Grumsin ab Mitte der 60er Jahre Staatsjagdgebiet und es herrschte ein Betretungsverbot. Nur sehr wenig Holz wurde genutzt, sodass sich sehr viel Altholz ansammeln konnte. Im Staatsjagdgebiet herrschte eine extrem hohe Schalenwilddichte, weil der Chef der Staatssicherheit Erich Mielke möglichst kapitale Hirsche jagen wollte.

1979 und 1983 wurden zum letzten Mal einige wenige junge Bäume gefällt (S. Winter, H. Schumacher, M. Flade und G. Möller: Naturschutzstandards für die Bewirtschaftung von Buchenwäldern im nordostdeutschen Tiefland, Eberswalde 2003, S. 134).

Seit Gründung des Biosphärenreservats vor 30 Jahren ist der Grumsin ein Totalreservat und darf nicht mehr bewirtschaftet werden.

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Biologie

Auf den kalkarmen Endmoränen-Böden wächst hauptsächlich ein Flattergras-Buchenwald – benannt nach dem Wald-Flattergras (Milium effusum). Er befindet sich in der Optimalphase: Die 140-180 Jahre alten Buchen bilden einen einschichtigen Hallenwald mit geschlossenem Kronendach (Naturschutzstandards, S. 133) . An einigen Stellen wachsen Traubeneichen. Weil überall kleine Tümpel, Moore und Teiche vorkommen, treten auch Erlen-Bruchwälder auf.

 

 

Anfang Mai blüht es im Grumsin:

 

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