Wurmberg, Weltuntergang und Wiederaufforstung

HK am 24.10.2019 – Wiederaufforstung und Jagd

Der Präsident der Niedersächsischen Landesforsten redet sehr viel und sehr oft von Aufforstung. Am 9.9.20201siehe Landesforsten: „Wir haben die Lage nicht im Griff“, HK vom 9.9.2019 hieß es:

„Normalerweise fünf Millionen Pflanzen pro Jahr setzen die Niedersächsischen Landesforsten auf 330.000 Hektar Fläche. Deutschlandweit sei die Nachfrage nach Pflanzgut jetzt aber groß, das Angebot knapp, die Preise gestiegen.“

Und am 16.7.20202siehe Landesforsten machen 27 Millionen Euro Minus, HK vom 16.7.2020 sagte er:

„Wie Merker angab, pflanzen die Landesforsten pro Saison 4,5 bis 5 Millionen Bäume. […] Merker zufolge erhalten die Landesforsten in den kommenden sechs Jahren insgesamt 85 Millionen Euro, 10 Millionen Euro davon wurden gerade erst mit dem Nachtragshaushalt beschlossen. „Das ist eine große Summe und eine große Unterstützung“, sagte Merker. „Wir stehen vor einer Aufforstungswelle, mit dem Geld werden wir das schaffen“, sagte er zuversichtlich. Er sei dankbar dafür. Dankbar zeigte sich Merker auch angesichts vieler Hilfsangebote, die die Landesforsten erreichten. So würden Apothekengroßhändler Kehr und die Volksbank Brawo die Wiederaufforstung unterstützen. Ministerpräsident Stephan Weil sei zudem Schirmherr der „Klima-Aktion Wald“, bei der auch Bürger die Wiederbewaldung geschädigter Flächen unterstützen können. Die Aufforstung wird die NLF die kommenden Jahre beschäftigen.“

Pflanzen, Aufforstungswelle, Wiederaufforstung. Wiederbewaldung. Aufforstung. Es gibt einen Grund dafür, warum Merker so häufig davon spricht: Die natürliche Verjüngung klappt nicht. Auch am Wurmberg funktioniert Verjüngung nur hinter Zaun. Grund dafür ist eine völlig ungenügende Jagd. Am 24.10.2019 titelt der Harz-Kurier: Jagd im Harz endet anders als erwartet.

Unter einem Foto eines niedlichen Bambis3Der Redakteur verwechselt Rehe mit Hirschen. Unter dem Foto steht: „Nur ein Reh wurde […] geschossen.“ beschreibt der HK ein Fiasko:

„Wegen einer groß angelegten Jagd war der Wurmberg am Mittwoch für Wanderer und Ausflügler sechs Stunden lang komplett gesperrt. Es sollte Rotwild in großer Zahl erlegt werden. Die Jagd sei allerdings anders ausgegangen als erhofft, sagte ein Sprecher der Landesforsten. Die Jäger hätten lediglich ein Rothirschkalb geschossen.“

Um Ausreden für das Versagen der Jäger ist man nie verlegen:

„Das Rotwild habe sich vermutlich weitgehend vom Wurmberg in andere ruhigere Regionen im Oberharz zurückgezogen. Grund dafür könnten seit Wochen anhaltende Waldarbeiten sein.“

Immer sind die Hirsche gerade nicht da, wo sie geschossen werden sollen. Einem Dr. Franz Straubinger von der Hatzfeldt-Wildenburg´sche Forstverwaltung würde das nicht passieren.4siehe auch Telefonat mit Dr. Franz Straubinger Auch nicht Tobias Elflein von der Boscor Gruppe.

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