Wetter und Klimawandel in den Tätigkeitsberichten des Nationalparks Harz

„Schon 1986 stand dem Kölner Dom auf einem Spiegel-Titel das Wasser bis zum Hals.“ Dirk Maxeiner

Exkurs: Starkregenfälle in Sachsen-Anhalt und Niedersachsen 1951 – 2019

Die NLP-Beamten behaupten im Tätigkeitsbericht 2017:

„Die Zunahme von Starkregenereignissen ist inzwischen nachgewiesen.“

Nein! Ist es nicht. Weder in Niedersachsen:

Noch in Sachsen-Anhalt:

Der Trend von 1951 – 2019 steigt in Sachsen-Anhalt um 0,2 Tage. Das ist statistisch nicht signifikant. In Niedersachsen nimmt der langfristige Trend um 1,4 Tage zu – bei einem Mittelwert von 18 Tagen. Und ausgerechnet im Jahr 2016, auf das sich der zitierte Tätigkeitsbericht bezieht, war die Anomalie in beiden Ländern negativ.

Noch schlimmer wird es bei den Behauptungen des NLP zu angeblichen Niederschlagsrekorden:

„Im abgelaufenen Jahr [=2016] wurden vielerorts neue Niederschlagsrekorde aufgestellt. Nicht nur am Brocken und an anderen offiziellen Messstellen, sondern auch auf unseren Waldforschungsflächen wurden unglaubliche Regenmengen von den automatischen Geräten dokumentiert.“ (Tätigkeitsbericht 2017, S. 5)

Unglaublich sind nicht die Regenmengen, sondern die Behauptungen des NLPs. Denn die Daten des Deutschen Wetterdienstes zeigen ein völlig anderes Bild:

  • In Niedersachsen fielen 2016 653,4 mm Niederschlag. Der 30-jährige Mittelwert für die Jahre 1981 – 2010 liegt bei 786,4 mm.
  • In Sachsen-Anhalt fielen 2016 484,6 mm Niederschlag. Der 30-jährige Mittelwert für die Jahre 1981 – 2010 liegt bei 579,1 mm.

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