Wetter und Klimawandel in den Tätigkeitsberichten des Nationalparks Harz

Exkurs: Stürme und Waldbrände in Deutschland

Haben Stürme in Deutschland zugenommen? Haben Stürme etwas mit dem Klimawandel zu tun?

„Das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) wertete Satellitendaten aus und stellte für die vergangenen 35 Jahre eine signifikante Abnahme der Sturmaktivität während des Sommers in den mittleren Breiten der nördlichen Hemisphäre fest, darunter auch in Deutschland. Winterstürme über dem Nordatlantik und Nordwesteuropa zeigen allerdings starke, jahrzehntelange Schwankungen, wobei derzeit kein Langzeittrend sichtbar ist, wie ein Team um Frauke Feser vom Helmholtz-Zentrum Geesthacht dokumentierte. […] Die Universität Manchester warnte [..] davor, Stürme mit dem anthropogenen Klimawandel zu verknüpfen. Stürme werde es stets geben, unabhängig vom CO2-Gehalt.“ (Unerwünschte Wahrheiten, S. 190 f.)

Der Tätigkeitsbericht 2018 hat Recht: Waldbrände waren im Harz ein „bisher weitgehend unbekanntes Thema“. Er hätte auch Recht, wenn er feststellen würde, dass 2018 überdurchschnittlich brandintensiv war. Trotzdem sollte er seinen Lesern nicht verschweigen, dass sowohl die Zahl der Waldbrände als auch die verbrannte Fläche in den vergangenen 25 Jahren rückläufig sind. Das besagt die Waldbrandstatistik der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung:

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