Nationalpark Eifel – Wiedersehen nach 12 Jahren

Warum schreibe ich 2026 wieder neue Artikel zum Nationalpark Eifel? Schließlich habe ich doch 12 Jahre lang geschwiegen.

Intensive Beschäftigung mit dem Nationalpark Eifel 2013 und 2014

Damals, in den Jahren 2013 und 2014, hatte ich mich sehr intensiv mit dem Nationalpark Eifel auseinandergesetzt und bin an den Wochenenden häufig in die Eifel gefahren:

Wüstebach – Kahlschlag Girpelscheid im Oktober 2013

Schweigen seit 2014

Dass ich dann keine weiteren Artikel über diesen Nationalpark schrieb, hatte viele Gründe:

  • Zum Nationalpark Eifel war im Grunde alles gesagt.
  • Wenn selbst Peter Wohlleben gegen das Nationalparkforstamt machtlos war, dann war weiterer Protest sinnlos.
  • Versuche, mit dem BUND gemeinsam gegen die Fichtenkahlschläge zu protestieren, verliefen im Sand.
  • Ich zog von Bottrop nach Bückeburg um. Dadurch vergrößerte sich der Anfahrtsweg um 250 km. Schon von Bottrop aus hatte die Fahrt in die Eifel gut zwei Stunden gedauert. Aber von Bückeburg dauerte die Anfahrt nun doppelt so lange. Und wegen der Dauerbaustellen auf der A2 und A1 häufig noch länger.

Wüstebach – Kahlschlag Pafferscheid Süd im Oktober 2013

Aktuelle Fotos und Videos von Sabine

Warum also jetzt wieder neue Artikel? Der Grund war ein Brief mit einem USB-Stick. Auf dem Stick waren aktuelle Fotos und Videos vom Wüstebach – dem Bach also, wo 2013 die fünf großen Kahlschläge stattgefunden hatten und über die ich damals so intensiv berichtet hatte. Die Aufnahmen waren am südlichsten der fünf Kahlschläge gemacht worden: bei Pafferscheid Süd. Dort also, wo ich den Fernsehauftritt mit Peter Wohlleben gehabt hatte. Die Absenderin wollte anonym bleiben – ich nenne sie einfachheitshalber Sabine. Dass sie anonym bleiben will, ist verständlich: Sie muss quer über den ehemaligen Kahlschlag gegangen sein, d. h., sie hat sich nicht an das Wegegebot im Nationalpark gehalten und riskiert so mindestens ein Verwarngeld. Mithilfe der vielen Fotos und Videos habe ich die folgenden Artikel geschrieben: 

Wüstebach Pafferscheid Süd im Dezember 2025

Ehemaliger Nationalparkleiter Henning Walter über Kahlschläge

Auf einer sog. „Wald-Fachtagung“ im Juni 2014 erklärte der damalige Nationalparkleiter Henning Walter laut einem Zeitungsbericht der Kölnischen Rundschau:

„Ein Kahlschlag sieht im ersten Jahr immer schrecklich aus. Gehen Sie dort in fünf Jahren gucken, dann sieht das dort ganz anders aus.“

Sabine ist gucken gegangen.