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Warum schreibe ich 2026 wieder neue Artikel zum Nationalpark Eifel? Schließlich habe ich doch 12 Jahre lang geschwiegen.
Intensive Beschäftigung mit dem Nationalpark Eifel 2013 und 2014
Damals, in den Jahren 2013 und 2014, hatte ich mich sehr intensiv mit dem Nationalpark Eifel auseinandergesetzt und bin an den Wochenenden häufig in die Eifel gefahren:
- Meine ersten beiden Artikel gingen im Juli 2013 online: Peter Wohlleben zum Kahlschlag im Nationalpark Eifel und Kölner Stadtanzeiger zum Kahlschlag im Nationalpark Eifel.
- In kurzer Folge erschienen dann zahlreiche Artikel zu den zwei Hauptthemen Fällen von Fichten und Douglasien und Kahlschläge in Bachtälern.
- Im Oktober 2013 veröffentlichte ich den vielleicht wichtigsten Artikel: Kahlschläge am Wüstebach. Zu diesem Skandal gab es damals sogar einen Fernsehbericht, in dem ich zusammen mit Peter Wohlleben am Wüstebach auftrat: Plusminus berichtet über Kahlschläge
- Meinen letzten Artikel über den Nationalpark Eifel hatte ich dann im Juli 2014 geschrieben: Neues zu den Kahlschlägen am Bergerbach.
Schweigen seit 2014
Dass ich dann keine weiteren Artikel über diesen Nationalpark schrieb, hatte viele Gründe:
- Zum Nationalpark Eifel war im Grunde alles gesagt.
- Wenn selbst Peter Wohlleben gegen das Nationalparkforstamt machtlos war, dann war weiterer Protest sinnlos.
- Versuche, mit dem BUND gemeinsam gegen die Fichtenkahlschläge zu protestieren, verliefen im Sand.
- Ich zog von Bottrop nach Bückeburg um. Dadurch vergrößerte sich der Anfahrtsweg um 250 km. Schon von Bottrop aus hatte die Fahrt in die Eifel gut zwei Stunden gedauert. Aber von Bückeburg dauerte die Anfahrt nun doppelt so lange. Und wegen der Dauerbaustellen auf der A2 und A1 häufig noch länger.
Aktuelle Fotos und Videos von Sabine
Warum also jetzt wieder neue Artikel? Der Grund war ein Brief mit einem USB-Stick. Auf dem Stick waren aktuelle Fotos und Videos vom Wüstebach – dem Bach also, wo 2013 die fünf großen Kahlschläge stattgefunden hatten und über die ich damals so intensiv berichtet hatte. Die Aufnahmen waren am südlichsten der fünf Kahlschläge gemacht worden: bei Pafferscheid Süd. Dort also, wo ich den Fernsehauftritt mit Peter Wohlleben gehabt hatte. Die Absenderin wollte anonym bleiben – ich nenne sie einfachheitshalber Sabine. Dass sie anonym bleiben will, ist verständlich: Sie muss quer über den ehemaligen Kahlschlag gegangen sein, d. h., sie hat sich nicht an das Wegegebot im Nationalpark gehalten und riskiert so mindestens ein Verwarngeld. Mithilfe der vielen Fotos und Videos habe ich die folgenden Artikel geschrieben:
- Sonderbarer Klimawandel – Kein Fichtensterben am Wüstebach
- Umstrittener Waldumbau – Buchenvoranbau am Wüstebach
- Kahlschlag mit Folgen – Noch 12 Jahre später baumlose Flächen
- Nutzloser Zaun – Kein Auenwald am Wüstebach
Ehemaliger Nationalparkleiter Henning Walter über Kahlschläge
Auf einer sog. „Wald-Fachtagung“ im Juni 2014 erklärte der damalige Nationalparkleiter Henning Walter laut einem Zeitungsbericht der Kölnischen Rundschau:
„Ein Kahlschlag sieht im ersten Jahr immer schrecklich aus. Gehen Sie dort in fünf Jahren gucken, dann sieht das dort ganz anders aus.“
Sabine ist gucken gegangen.