Zur Kritik des Trittsteinkonzepts

2009 haben die Bayerischen Staatsforsten die eierlegende Wollmilchsau erfunden: Dank des Trittsteinkonzepts1 werden die Wälder gerade dadurch geschützt, dass man sie nützt: Schützen durch Nützen!2 Spätestens seit 2009 sind Nationalparke in Bayern praktisch überflüssig und man wundert sich eigentlich, warum Forstminister Brunner die bereits existierenden im Bayerischen Wald und Berchtesgaden nicht längst wieder aufgehoben hat. Schließlich sind „großflächige Stilllegungen von Waldflächen“3 geradezu Gift für den Naturschutz: Mittelspecht, Stachelbart und Eremit fühlen sich erst dann so richtig wohl, wenn direkt nebenan die Motorsägen kreischen.4

Spin-Doctor des Trittsteinkonzepts ist Ulrich Mergner, Forstamtsleiter in Ebrach. In einer Serie von Artikeln werde ich mich in den nächsten Wochen mit dem Trittsteinkonzept und auch mit Ulrich Mergner auseinanderzusetzen: Zur Kritik des Trittsteinkonzepts.

  1. siehe Naturschutzkonzept der Bayerischen Staatsforsten, S. 4 []
  2. siehe Beschluss des bayerischen Landtags am 4. Juni 2014 []
  3. ebd. []
  4. siehe Die Stachelbärte sind zurück, In Franken vom 1. November 2015 []