Wanderung Welyka Uholka

Exkurs: Knut Sturm über den Unterschied zwischen einem Urwald und einem Wirtschaftswald

Was ist nun der bedeutsamste Unterschied zwischen einem Urwald und einem Wirtschaftswald? In der Sendung „scobel: Patient Wald“ vom 27.4.2017 stellt Knut Sturm, Nachfolger von Lutz Fähser als Leiter des Forstamts Lübeck, dazu folgendes fest:

„Wie viel Holz braucht eigentlich ein Wald, damit es ein Wald wirklich ist? Wir liegen im Augenblick bei 329 m3 [pro ha]. Wir hätten im Naturwald wahrscheinlich hier in unseren Buchenwäldern irgendwie was mit 600, 700, 800 – vielleicht sogar noch deutlich mehr. Und deshalb glaube ich immer noch, sind wir in relativ … arbeiten wir immer noch in relativ, wirklich verarmten Wirtschaftswäldern. Also die haben nichts mit einem naturnahen Wald zu tun.“1

Der Buchenurwald von Uholka hat einen Holzvorrat von insgesamt 767,1 m3 pro ha. Davon zählt 586,6 m3 zum lebenden Holz und 180,5 m3 zum Totholz.2

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  1. scobel: Patient Wald, ab Minute 10.04 []
  2. siehe Brigitte Commarmot, Meinrad Abegg, Urs-Beat Brändli, Martina L. Hobi, Mykola Korol, Adrian Lanz: Main results. In: Commarmot, B.; Brändli, U.-B.; Hamor, F.; Lavnyy V. (Hg.): Inventory of the Largest Primeval Beech Forest in Europe. A Swiss-Ukrainian Scientific Adventure. Birmensdorf, Swiss Federal Research Institute WSL; L’viv, Ukrainian National Forestry University; Rakhiv, Carpathian Biosphere Reserve, 2013, S. 46, Tabelle 6.4 []