Urwald all inclusive

Vom widersprüchlichen Wunsch nach Urwald mit allem Komfort – eine Selbstkritik mithilfe des Buches „Die Welt im Selfie“ von Marco d’Eramo

„Als Touristen suchen wir nach etwas Immateriellem. Aber um in diesen Genuss zu kommen, brauchen wir eine gewaltige Infrastruktur […] – ein gewaltiger Aufwand, um Leichtigkeit zu erleben.“
Marco d’Eramo

Einleitung

Am 10. Juni 2018 strahlte der NDR im Kulturmagazin ttt – titel, thesen, temperamente den Beitrag aus: „Die Welt im Selfie“ – Wie der Tourismus die Städte zerstört.

Im Mittelpunkt des Beitrags stand das Buch Die Welt im Selfie – Eine Besichtigung des touristischen Zeitalters des italienischen Autors Marco d’Eramo.

Selten hat mich ein Fernsehbeitrag so tief getroffen. Selten habe ich mich so ertappt gefühlt. Selten hat mir ein Autor so auf den Schlips getreten. D’Eramo schreibt, als würde er mich persönlich kennen. Denn im Buchenurwald von Uholka war ich tatsächlich „zwanghaft auf der Suche nach dem Authentischen“1 und verlangte gleichzeitig „eine perfekte moderne Infrastruktur“.

Die Seite ist gegliedert in folgende Abschnitte:

  1. Sehnsucht nach dem echten Urwald
  2. Geringschätzung eines Entwicklungslandes
  3. Ambivalenz gegenüber dem Urwald
  4. Werbung für die Tourismusindustrie
  5. Schluss – Abhaken von Sehenswürdigkeiten

Marco d’Eramo besichtigt das touristische Zeitalter

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