Radio Bamberg dreht ein Werbefilmchen

Bei meinen Recherchen zum Geschützten Landschaftsbestandteil im Steigerwald ist mir aufgefallen, dass ein Großteil der Lokalberichterstattung Public Relation für den Ebracher Forstbetrieb ist: Man lässt Mergner reden und reden und reden. Ein journalistischer Tiefpunkt ist der Film von Radio Bamberg zum Ebracher Naturschutzkonzept, den die Bayerischen Staatsforsten auch nicht besser hätten machen können.

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Hier geht es zu meinem Verriss: Radio Bambergs Werbefilm für den Forstbetrieb Ebrach.

Chronologie der Aufhebung des GLB

Ich habe eine Chronologie der Ereignisse geschrieben, die zur Aufhebung des Geschützten Landschaftsbestandteil „Der Hohe Buchene Wald im Ebracher Forst“ geführt haben. Im Wust der Zeitungsartikel bin auf zahlreiche surreale Details und absurde Pointen gestoßen: So ist beispielsweise Dr. Hans Jürgen Fahn, der für die Freien Wähler im bayerischen Landtags sitzt und dort schmissige Reden gegen den GLB und den Nationalpark hält, gleichzeitig Vorsitzender der Kreisgruppe Miltenberg des Bund Naturschutz.

Die drei Landtagsdebatten, die zum GLB stattfanden, waren eine wichtige Informationsquelle. Die Debatten kann man nicht nur nachlesen – man kann sie sich auch alle im Internet anschauen. Unrühmlicher Höhepunkt ist die Rede des CSU-Abgeordneten Steffen Vogel am 27.11.2014.

Pressebild Steffen Vogel, MdL
Steffen Vogel (MdL CSU, Beirat „Unser Steigerwald“)

Hier geht es zu meinem Artikel: Chronologie der Aufhebung des GLB.

Schlusskapitel: Faktencheck – Trittsteinkonzept

In den letzten Tagen war ich auf der Suche nach einem Schlusskapitel für meine Artikelserie über den Aufsatz von Ulrich Mergner zum Thema: „Waldtrittsteine statt Großschutzgebiete“.1 Gleichzeitig habe ich an einer Chronologie der Ereignisse gearbeitet, die zur Aufhebung des 775 ha großen Geschützten Landschaftsbestandteils „Der Hohe Buchene Wald im Ebracher Forst“ geführt haben. Und auf einmal wurde mir klar, was der wahre Unterschied zwischen Waldtrittsteinen und einem Großschutzgebiet wie dem Geschützten Landschaftsbestandteil ist.

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Landrat Denzler auf dem Buchenwaldseminar am 13.9.2014 in Ebrach

Der Unterschied ist der: Weiterlesen

  1. In Kürze erscheint die ganze Artikelserie auch als PDF-Datei. []

Faktencheck: Umweltverbände

Im letzten Teil meiner Artikelserie über das Trittsteinkonzept des Forstbetriebs Ebrach widme ich mich den Vorwürfen von Ulrich Mergner an die Adresse der Umweltverbände. Bis 2014 war er Sprecher des Arbeitskreises Wald des BUND. Dann wechselt er in die Seiten und wird zu einem scharfen Kritiker der Umweltverbände.

PM-079-15-BUND-Experten-Arbeitskreis-WaldArbeitskreis-Wald des BUND ohne Ulrich Mergner und Arbeitskreis-Naturschutz beim Ortstermin im Steigerwald (Pressefoto des BN)

Hier geht es zu meinem Artikel: Faktencheck – Umweltverbände.

Faktencheck: Politiker

In elften und vorletzten Teil meiner Artikelserie zum Trittsteinkonzept des Forstbetriebs Ebrach widme ich mich den Aussagen von Ulrich Mergner über Politiker. Mergner provoziert ganz bewusst: Nationalparke sind bei ihm Abfallprodukt Wahlen sichernder Kalküle“. Es geht Politkern „immer weniger“ um „fachliche Kriterien“. Ich überprüfe, ob das stimmt.

Außerdem schimpft Mergner über „Politker vor Ort“, die im Nationalpark „nur den touristischen Aspekt“ sehen. Deshalb untersuche ich die millionenschwere Bautätigkeit der BaySF in Handthal und Ebrach, die selbstverständlich nichts, aber auch gar nichts mit Tourismusförderung zu tun hat. Und ich vergleiche Übernachtungszahlen im Steigerwald mit denen der beiden benachbarten UNESCO-Weltkulturerbestädten Würzburg und Bamberg. Das Ergebnis ist niederschmetternd für den Steigerwald: Würzburg und Bamberg haben dreimal mehr Übernachtungen pro Einwohner.

Nachhaltigkeit_erleben„Nachhaltigkeit erleben“ im von den BaySF gebauten Steigerwald-Zentrum

Hier geht es zu meinem Artikel: Faktencheck – Politiker.

Trittsteine im Forstbetrieb Ebrach

Bereits vor zwei Wochen hatte ich mich kritisch mit der Stellungnahme von Ulrich Mergner zum Geschützten Landschaftsbestandsbestandteil (GLB) im Steigerwald auseinandergesetzt. Bei meinem zweiten Artikel konzentriere ich mich auf das Kapitel der Stellungnahme, das Mergner den Trittsteinen im Schutzgebiet widmet.

Es gehört zu den zahllosen Merkwürdigkeiten in der Diskussion um den GLB, dass dieses Trittsteinkonzept zwar in aller Munde ist, aber niemand weiß, wie viele Trittsteine es im GLB eigentlich gibt, geschweige denn, wo die Trittsteine eigentlich genau liegen und welche Bedingungen ein Waldstück erfüllen muss, damit es überhaupt ein guter Trittstein ist. Mit diesen Fragen beschäftigt sich mein neuer Artikel. Unter anderem liefere ich eine Karte und eine Tabelle aller Trittsteine im Geschützten Landschaftsbestandteil, die ich mit Hilfe der offiziellen Webseite der Bayerischen Staatsforsten – so gut es eben ging – erstellt habe. Ich komme u. a. zu dem Schluss, dass sehr viele Trittsteine im GLB viel zu klein und zu jung sind.

Hier geht es zu meiner ausführlichen kritischen Analyse: Trittsteine in der Stellungnahme Ulrich Mergners. Zum ersten Mal biete ich auch eine PDF-Datei an: Die Trittsteine im Geschützten Landschaftsbestandteil – Kritik an der Stellungnahme Ulrich Mergners.

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Kritik an der Stellungnahme von Ulrich Mergner

Immer, wenn forstliche Laien die Frechheit besitzen, sich in die Belange eines Forstbetriebs einzumischen, haut dessen Chef erst einmal eine sogenannte Stellungnahme heraus. Diese ist für gewöhnlich gespickt mit forstlichem Fachchinesisch und jeder Menge Zahlen. Am Schluss kommt der Chef dann immer zu dem Ergebnis, dass der Laie ein Vollidiot ist, der sich nicht in Dinge einmischen sollte, von denen er keine Ahnung hat. Denn Ahnung hat immer nur der Chef. So auch in Ebrach.

Wenige Wochen, nachdem bekannt geworden war, dass der forstliche Laie und Landrat Günther Denzler knapp 800 ha des Forstbetriebs Ebrach unter Schutz stellen und dort die Holznutzung verbieten wollte, veröffentlichte dessen Chef Ulrich Mergner eine Stellungnahme mit ganz viel Fachchinesisch und noch mehr Zahlen.

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Ich möchte exemplarisch ein Kapitel unter die Lupe nehmen und für den forstlichen Laien verständlich erklären. Hier geht es zu meinem Artikel: Alter der Buchenwälder im Fachgutachten von Ulrich Mergner.

Fehlerkorrektur: Trittsteine doch online

In meinem Artikel Faktencheck: Naturwaldreservat Waldhaus vom 21. Dezember 2015 hatte ich folgendes behauptet:

„Nicht einmal für seinen eigenen Forstbetrieb legt Mergner die Karten offen auf den Tisch: Die Lage der Trittsteine kann im Internet nicht eingesehen werden. Diese Geheimniskrämerei ist unerträglich!“1

Das ist falsch. Trittsteine gehören ja zu den Klasse-1-Wäldern.2 Und die Lage der Klasse-1-Wälder der Bayerischen Staatsforsten kann auf deren Homepage eingesehen werden: Klasse-1-Wälder in Bayern. Wenn Sie dort auf der Karte oben rechts „Vollbildmodus“ und oben links „Satellit“ anklicken und dann auf Ebrach zoomen, sehen Sie das folgende Bild:

Trittsteine_EbrachDie gelbe Beschriftung der beiden Naturwaldreservate Waldhaus und Brunnstube und des Ortes Ebrach stammen von mir. Die kleinen grünen Bäumchen zeigen die Lage der Klasse-1-Wälder bzw. eben der Trittsteine an. Weiterlesen

  1. Wie steht es um den Schutz der Urwaldreliktarten in Bayern? []
  2. zur Einteilung der Wälder in Klassen siehe Die 4 Waldklassen im Naturschutzkonzept der Staatsforsten []

Hans Stadler – Waldschutz in Unterfranken

Über die wichtige Rolle von Hans Stadler auf dem 1. Deutschen Naturschutztag in München 1925 hatte ich bereits berichtet: Der Streit um ein Waldschutzgebiet auf dem erstem Deutschen Naturschutztag 1925. Hier folgt nun der klassische Aufsatz von Stadler über Waldschutz in Unterfranken. Er erschien vor genau 90 Jahren in den Blättern für Naturschutz und Naturpflege, der Zeitschrift des Bund Naturschutz in Bayern. An Aktualität hat der Aufsatz nichts verloren: