Wiederaufforstung im Schellenberger Wald

Fortsetzung: Kritische Analyse des Beitrags vom 6. Juni 2017

Der Wald braucht keine Hilfe

„… in Zeiten des Klimawandels braucht der Wald Hilfe, damit seine Zukunft gesichert wird.“

Das Forstamt von Grün und Gruga hat bereits in der Vergangenheit dem Wald „geholfen“. und versucht, „seine Zukunft zu sichern“. Im Jahresprogramm 2014, dem letzten vor dem Pfingststurm Ela, hatte Forstamtsleiter Roland Haering selbstbewusst versprochen:

„Die Auswirkungen des möglichen Klimawandels bezüglich der Stabilität der Waldbestände (z. B. häufigere Sturmereignisse) […] wurden mit der mittelfristigen Forstbetriebsplanung (Forstbetriebswerk) auf dem Stand von Wissenschaft und Forschung besonders berücksichtigt. […] Die „Nutzungen“ dienen […] immer [..] der Zielsetzung Pflege und Erhaltung des [..] Baumbestandes […]. Die Bäume werden […] widerstandsfähiger gegen [..] Sturm– und Insektenschäden.“1

Das Ergebnis dieser „Pflege und Erhaltung“ „auf dem Stand von Wissenschaft und Forschung“ kann man jetzt im Schellenberger Wald bewundern.

Auch Förster Peter Wohlleben hält von einer „Hilfe“ für den Wald gar nichts:

„Das ist ausgemachter Blödsinn! […] Der Wald hat es seit Jahrmillionen bestens verstanden, sich selbst zu erhalten. […] Wald durch Bewirtschaftung zu unterstützen wäre in etwa so, als wollten Sie als Laie ein komplexes mechanisches Uhrwerk durch den Ausbau einiger Zahnräder präziser machen.“2

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  1. Jahresprogramm 2014 der Abt. 67-4/Waldungen und Baumpflege der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung Grün und Gruga Essen, S. 1; die Abteilung 67-4 ist das Forstamt, Hervorhebungen von F.-J. A. []
  2. Peter Wohlleben, Mein Wald – nachhaltig, sanft, wirtschaftlich, Stuttgart 2013, S. 10 []