Pfingststurm Ela im Schellenberger Wald

Pfingststurm wirft Überhälter um

Das Internet vergisst nichts. Auch nicht ein Interview von Eckard Spengler von Grün-und-Gruga-Essen, das dieser der Bürgerreporterin Melanie Stan im Jahr 2012 gegeben hat.1 Spengler erzählt darin den üblichen Blödsinn: Der Wald wächst ständig. Die Bäume benötigen mehr Platz. Den haben sie nicht. Sie stehen zu dicht. Ohne Baumfällungen werden die Bäume krank. Auch gesunde Bäume müssen gefällt werden. Dadurch wird der Wald „stabil„. Und dann folgt dieser großartige Satz:

„Diese Arbeitsweise habe, so Grün und Gruga, auch dazu beigetragen, dass in Essen durch die Stürme in der Vergangenheit vergleichsweise nur wenige Bäume gefallen sind.“

Dies war nicht etwa Spenglers private Meinung. Es entsprach der offiziellen Sprachregelung von Grün-und-Gruga, die alle Mitarbeiter brav auswendig gelernt hatten:

„Die Auswirkungen des möglichen Klimawandels bezüglich der Stabilität der Waldbestände (z. B. häufigere Sturmereignisse) … wurden mit der mittelfristigen Forstbetriebsplanung (Forstbetriebswerk) auf dem Stand von Wissenschaft und Forschung besonders berücksichtigt.“2

Dumm gelaufen!

Es folgen Fotos, die von demselben Waldbild 2 aufgenommen wurden wie auf der vorigen Seite:

 

Nach oben
Zurück zur Einleitung
Nächste Seite: Sturmschäden auf der Anhöhe des Schellenberger Waldes

  1. Stadt informiert über Durchforstung, Lokalkompass vom 23.8.2012 []
  2. Jahresprogramm 2014 der Abt. 67-4/Waldungen und Baumpflege, S. 1, Hervorhebungen von mir []