Pfingststurm Ela an der Korte Klippe

Krise als Chance

Es ist Zeit, die Verantwortlichen bei Grün-und-Gruga beim Wort zu nehmen. Laut Betriebsleiter Schmidt-Knop und Forstamtsleiter Haering war es das Ziel der Durchforstungen, die „gesundesten Bäume“ zu fördern. Diese bräuchten „mehr Licht, Luft und Wasser, damit sie vital bleiben und ein hohes Alter erreichen“.

 

Nun – es darf mit Fug und Recht angenommen werden, dass die Bäume, die den Pfingststurm überstanden haben, die „gesündesten Bäume“ sind. Und „Licht, Luft und Wasser“ haben sie nun mehr als genug. Denn die „Entnahme konkurrierender Bäume“ hat der Gewittersturm übernommen. Die „Bäume im oberen Kronendach“ stehen nun „so locker, dass ausreichend Licht an die unterständigen Bäume, Kräuter und Sträucher gelangen kann.“ In den kommenden Jahrzehnten besteht überhaupt kein Grund für den Kettwiger Baumdienst, in den Wäldern am Baldeney-See Bäume zu fällen.

Holzknecht des Kettwiger Baumdienstes am 15.6.2014 an der Heisinger Straße

 

Im Herbst 2014 werden Sie selbst überprüfen können, ob Schmidt-Knop und Haering ihr Versprechen halten, „absterbende oder abgestorbene Bäume“ als „wertvolle ‚Spechtbäume‘ stehen“ zu lassen.

 

Der Präsident des Baumpflegeverbands, Jan von Hofmann, befürchtet allerdings, dass

„die Kommunen aus der Not heraus Bäume fällen, die zu retten wären … „Viele Städte sind mit der Beseitigung der Sturmschäden massiv überfordert“, sagt von Hofmann. An zahlreichen Bäumen sei durch den Sturm erhöhter Pflegebedarf entstanden – und mehr Pflege koste mehr Geld. Das könne dazu verleiten, im Zweifelsfall den Baum zu beseitigen, auch wenn dies gar nicht notwendig sei.“ (WAZ vom 18.6.2014)

Nach Fällung sämtlicher „Gefahrenbäume“ durch den Kettwiger Baumdienst würde der „Erholungs-Dauerwald“ dann so aussehen:

verkehrssichere Erholungs-Bank nahe Jagdhaus Schellenberg

 

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