Durchforstung des Kettwiger Stadtwalds

„Der Forstschritt kennt hierzulande keine Parteien; er kennt nur die große Koalition deutscher Tüchtigkeit beim Ausverkauf der Natur, und es ist oft der Staat, der hinter dem Ladentisch steht.“ (Horst Stern, 1979)

Einleitung

Im Winterhalbjahr 2013/2014 wird Grün-und-Gruga im Kettwiger Stadtwald 1.800 Festmeter Holz einschlagen. Rechnet man vorsichtig mit 3 Fm pro Baum, so werden mindestens 600 Bäume gefällt werden. Verantwortlich für diese sogenannte „Pflegemaßnahme“ ist Förster Armin Wuttke, Leiter der Forstreviere Nord und Südwest. Ich beschreibe zunächst den aktuellen Zustand des Kettwiger Stadtwalds, weise dann auf 5 grundsätzliche Probleme der Durchforstung hin und kritisiere abschließend 10 Beispiele geplanter Holzeinschläge.

Die Seite ist gegliedert in folgende Abschnitte:

Anfahrt und Lage

Der Wald, der durchforstet werden soll, liegt am östlichen Rand von Kettwig nördlich der Ruhr:

Karte_KettwigAuszug aus der Karte „Waldpflegemaßnahmen (Durchforstungen) gemäß Wirtschaftsplan 2014 im Stadtbezirk IX

Mit öffentlichem Nahverkehr ist der Stadtwald vom S-Bahnhof Essen-Kettwig zu erreichen. Das Auto kann man am Parkplatz „An der Nittlau“ parken:


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Kritik des Informationsschilds

Am Parkplatz hat Grün-und-Gruga ein lieblos zusammengeschustertes, verschlissenes und verdrecktes Informationsschild aufgestellt:

Schild

 

Grün-und-Gruga plappert Beschwichtigungsfloskeln der Holz- und Sägeindustrie nach und versucht, die Essener Bürger mit Allgemeinplätzen zur Nachhaltigkeit und FSC-Zertifikaten zu verdummen (vgl. G. Trommer, Zur forstlichen „Entwarnung“ der Kritik an der Holzernte in unseren Wäldern). Viele Halb- und Unwahrheiten des Schildes habe ich bereits in der Vergangenheit ausführlich kritisiert. Ich möchte Ihnen daher die folgenden Seiten empfehlen:

Auf der nächsten Seite stelle ich Ihnen das Schirmschlagverfahren im Kettwiger Buchenwald vor.

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