Gespräch über die Holzernte am Schweineberg

Durchforstung des Buchenwalds im Frühjahr 2019

In der Deister-Weserzeitung (DEWEZET) spricht der Leiter des städtischen Forstamts Ottmar Heise von einer „normalen“ Durchforstung:

„Am Schweineberg hat alles seine Richtigkeit: Gefällt wurden nur kranke Bäume und das, was in bestimmten Bereichen bei der normalen Durchforstung anfällt.“1

Reporterin Dorothee Balzereit referiert einzig und allein den Standpunkt des Stadtforstamts:

„Am Schweineberg, der seit 1947 unter Naturschutz steht, sind etwa alle sieben Jahre Forstarbeiten zugelassen. Diese finden abschnittweise statt. Die Arbeiten sind nötig, um seltenere Baumarten wie Esche, Ahorn und Kirsche zu fördern. So würden Buchen, die andere Baumarten bedrängen, herausgenommen und größere Buchen mit guter Stammqualität freigestellt.“

Balzereit holt keine zweite oder dritte Meinung ein. Sie stellt keine kritischen Fragen. Nicht einmal die naheliegende, was eigentlich eine „normale Durchforstung“ ist. Sie bohrt nicht nach. Ihr Artikel hat keine 250 Worte. Immerhin präsentiert die Zeitung ein selbst gemachtes Foto. Soviel zum Thema Qualitätsjournalismus.

In meinem Telefoninterview wird Stadtförster Ottmar Heise später sagen, dass solche Durchforstungen anfangs immer „ein bisschen wüst“ aussehen. Und das tun sie. In der Tat.

Durchgeführt wurden zwei Hiebsmaßnahmen:

© OpenStreetMap

Die erste beginnt gleich hinter dem Informationspavillon zum Schweineberg.

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  1. siehe Zu viel abgesägt am Schweineberg?, DEWEZET vom 15.2.2019 []