Gespräch über die Holzernte am Schweineberg

Einleitung

Es gibt Zyniker, die werden sagen:

„Wenn sich das Forstamt der Stadt Hameln das Ziel gesetzt hat, Naturliebhaber beim Besuch der Märzenbecherblüte am Schweineberg vor den Kopf zu stoßen, dann hat es seine Aufgabe glänzend gelöst.“

Zyniker übertreiben gerne. Denn vor den Kopf gestoßen fühlten sich beileibe nicht alle Naturliebhaber beim Besuch der Märzenbecherblüte, sondern genau zwei. Zwei Frauen beschwerten sich telefonisch bei Ottmar Heise, den Leiter des Forstamts der Stadt Hameln:1

  • Die eine fürchtete um ihren ganz persönlichen Lieblingsbaum. Womöglich werde auch dieser noch gefällt. Herr Heise konnte sie beruhigen; er traf sich mit ihr am Schweineberg und zeichnete ihn als Habitatbaum aus.
  • Die andere Frau allerdings fühlte sich so vor den Kopf gestoßen, dass sie trotz Telefonats die Zeitung informierte.2

So erfuhr ich von dem Fall. Auch ich war nicht amüsiert. Ich wollte mir hübsche Blütenteppiche des Märzenbechers anschauen,3 so wie sie beispielsweise auf der Wikipedia-Seite über das Naturschutzgebiet abgebildet sind, und hübsche Fotos machen:4Stadtforst Hameln Leucojum vernum

Doch dann führte der Märzenbecher-Rundweg gleich am Anfang durch ein großes Waldstück, in dem viele Buchen frisch gefällt worden waren:

Wenige Tage später führte ich ein langes Telefonat mit Herrn Heise. Er nahm sich viel Zeit und antwortete ausführlich auf meine Fragen. Die Seite ist folglich gegliedert in drei Abschnitte:

  1. Durchforstung des Buchenwalds im Frühjahr 2019
  2. Antworten von Stadtförster Heise
  3. Kommentar und Schluss

Video über die Durchforstung des Buchenwalds am Schweineberg

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  1. persönliche Mitteilung von Herrn Heise []
  2. siehe Zu viel abgesägt am Schweineberg?, DEWEZET vom 15.2.2019 []
  3. siehe auch Märzenbecherblüte am Schweineberg []
  4. Gero Brandenburg im Jahr 2009 []