Harrl – Auf der Suche nach der Waldpolizei

„Warum erkannten manche Gesellschaften nicht, in welchen Schlamassel sie gerieten, obwohl dies (so hat es zumindest im Rückblick den Anschein) offenkundig gewesen sein muss.“ Jared Diamond1

 

Der Leiter des Fürstlichen Forstamts, Herr Weber

Ich habe Herrn Christian Weber, den Leiter des Fürstlichen Forstamts, nicht angerufen, um ihn um eine Stellungnahme zu bitten.

Das Klima ist spätestens seit Oktober 2013 vergiftet, seit ich mit meinen Anschuldigungen an die Presse gegangen bin. Damals drohte Weber mir sogar offen mit juristischen Schritten, zu denen es dann aber nie gekommen ist.

Eine Stellungnahme zum Hieb im Harrl war auch nicht notwendig: Bereits am 23. Oktober 2013 hatten Weber und Matthaei öffentlich in den Schaumburger Nachrichten angekündigt, was nun geschehen ist.2

Der Buchenbestand im Harrl befinde sich in der „Endnutzung“, so Matthaei damals. Viele alte Bäume seien schon zuvor „entnommen“ worden.

Im Harrl sei „sukzessive eine Naturverjüngung eingeleitet worden“:

„Den hier noch verbliebenen Altbuchen gebe man zwar noch ein paar Jahre, damit sie vom Stammumfang noch etwas zulegen, dann aber würden auch diese Exemplare gefällt.

Am Ende hat das Forstamt nicht „ein paar Jahre“ gewartet, sondern gerade mal ein Jahr.

Vielleicht geht es doch um das, was Weber heftig bestreitet: um „kurzfristige Profitmache“.

 

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  1. Kollaps – Warum Gesellschaften überleben oder untergehen, Frankfurt a. M. 2005, S. 21 []
  2. siehe Schaumburger Zeitung: „Wahllos die Hälfte aller Bäume gefällt“ []